Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft Steinfurt mbH
2024 war ein Jahr voller Turbulenzen und wirtschaftspolitischer Unsicherheiten.
Unser Ziel ist es, auch in diesen herausfordernden Zeiten die Wirtschaft zu stärken und den Kreis Steinfurt als attraktiven Standort weiterzuentwickeln.
Wir unterstützen Gründerinnen und Gründer dabei, ihr Potenzial zu entfalten und stehen Unternehmen mit vielfältigen Unterstützungsangeboten zur Seite. Eine zukunftsgerichtete und nachhaltige Standortentwicklung steht bei uns im Fokus.
Erfahren Sie in unserem multimedialen Geschäftsbericht, was wir in 2024 für den Kreis Steinfurt bewirkt haben.
Landrat Dr. Martin Sommer
Geschäftsführer Christian Holterhues
In enger Zusammenarbeit mit Kommunen, Institutionen und der regionalen Wirtschaft gestalten wir aktiv die Entwicklung der Region. Gemeinsam sorgen wir dafür, dass unser Kreis Steinfurt weiterhin stark und zukunftsfest aufgestellt bleibt.
Landrat Dr. Martin Sommer
Wir fördern den Dialog zwischen Unternehmen und Akteuren der Region. Wir setzen auf ein starkes Netzwerk und bringen die richtigen Partner zusammen, um Kooperationen und Innovationskraft nachhaltig zu stärken.
Gemeinsam haben wir in 2024 viel erreicht.
Christian Holterhues
Die wirtschaftliche Lage im Kreis Steinfurt zeigte sich in 2024 angespannt, aber insgesamt gesehen dennoch relativ stabil.
Wir sind in einer Zeit der Multi-Krisen, die große weltwirtschaftliche und politische Unsicherheiten mit sich bringen. Die bundesweit anhaltende Konjunkturschwäche zeigt auch in unserer Region ihre Auswirkungen. Die hohen Energiepreise, eine schwache Nachfrage und der globale Wettbewerbsdruck machen insbesondere der Industrie zu schaffen. So verzeichneten die Industrieunternehmen im Kreis Steinfurt in 2024 einen Umsatzrückgang von 5,6 % im Vergleich zum Vorjahr, besonders rückläufig hierbei waren mit 11,1 % die Auslandsumsätze (Quelle: IHK). Wie auch in den vergangenen Jahren klagen die Unternehmen weiterhin über zu viel Bürokratie und den Mangel an Fachkräften.
Dennoch: Viele Unternehmen im Kreis Steinfurt zeigen, dass es möglich ist, auch in unsicheren Zeiten Stabilität zu bewahren. Unser breit diversifizierte Mittelstand und familiengeführte Betriebe bilden das Rückgrat der regionalen Wirtschaft – sie schaffen Arbeitsplätze, treiben Innovationen voran, denken in Generationen statt in Quartalen. Anpassungsfähigkeit, Resilienz sowie der Wille, Transformation aktiv zu gestalten, sind zentrale Erfolgsfaktoren.
Wir haben im Kreis Steinfurt eine leistungsstarke Wirtschaft.
Christian Holterhues
Die Rahmenbedingungen in unserer Region sind weiterhin sehr gut – wie auch die nachfolgenden Zahlen belegen:
in 769 Branchenklassen gibt es im Kreis Steinfurt - vom Einzelunternehmer über den mittelständischen Maschinenbauer bis hin zum großen Logistikdienstleister (Quelle: WiReSt-Regionalanalyse / FH Münster).
Damit liegt der Kreis Steinfurt trotz leichter Steigerung weiterhin auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau. Das Land NRW lag im Vergleich bei einer Quote von 7,5 %.
Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist weiter gestiegen, wenn auch nicht in dem Ausmaß wie in den Vorjahren:
waren zum Stichtag 30.06.2024 im Kreis Steinfurt (Arbeitsort) beschäftigt (Vorjahr: 171.688) Damit belegt der Kreis Steinfurt bundesweit Rang 31 von 400 der stärksten Kreise und kreisfreien Städte in 2024.
Binnen 15 Jahren - Zeitraum 2009 bis 2024 - gab es im Kreis Steinfurt bei den Beschäftigtenzahlen einen Zuwachs von 34,1 %. Das Land NRW verzeichnete vergleichsweise nur einen Zuwachs von 26,1 %.
Die Zahl der Betriebe in Kurzarbeit ging nach der Corona-Pandemie stark zurück, liegt aber noch immer deutlich über den Werten der Jahre vor der Pandemie. In 2024 nutzten im Zeitraum Januar – August insgesamt 364 Betrieben die Regelung der Kurzarbeit, im Vergleichszeitraum zum Vorjahr waren es noch 479 Betriebe.
In 2024 wurden im Kreis Steinfurt 3.417 Gewerbe angemeldet, neun mehr als im Vorjahr. Eine größere Differenz gab es bei den Gewerbeabmeldungen. Diese nahmen im gleichen Zeitraum mit 87 um rd. 3 % zu.
131 beantragten Insolvenzverfahren von Unternehmen im Kreis Steinfurt bedeuten eine Steigerung von über 50 % im Vergleich zum Vorjahr (87). Vor der Corona-Krise in 2019 wurden 118 Insolvenzverfahren gemeldet - demgegenüber war während der Pandemie die Zahl der Firmeninsolvenzen rückläufig.
Zum Stand 31.12.2023 hatte der Kreis Steinfurt 467.279 Einwohner. Das waren 3.060 Personen mehr als ein Jahr zuvor (Quelle: Kreis Steinfurt).
Bis zum Jahr 2040 ist ein Bevölkerungswachstum von 3,7 % prognostiziert (Quelle: Bertelsmann-Studie). Damit ist der Kreis Steinfurt der am stärksten wachsende Kreis im Münsterland und einer der höchsten in ganz NRW. Eine tolle Prognose, die für den Kreis Steinfurt spricht. Eine wachsende Bevölkerung kann dazu beitragen, dem Personalmangel entgegenzuwirken.
Die WESt ist zertifiziertes STARTERCENTER NRW für den Kreis Steinfurt und steht allen Gründungsinteressierten als neutrale Anlaufstelle kostenfrei zur Verfügung.
Das Re-Audit fand im Herbst 2024 mit einem erneut positiven Ergebnis statt.
Die Rezertifizierung als STARTERCENTER NRW ist ein bedeutendes Qualitätssiegel, das vom Wirtschaftsministerium des Landes NRW vergeben wird. Es bestätigt, dass wir die strengen Kriterien und hohen Standards erfüllen, die für eine kompetente und umfassende Gründungsberatung erforderlich sind. Somit sind wir nun für die nächsten drei Jahre offiziell berechtigt, als STARTERCENTER NRW für den Kreis Steinfurt zu agieren.
Alina Overfeld (M.) und Mechthild Leiwering-Hillers freuen sich mit WESt-Geschäftsführer Christian Holterhues über das neue Zertifikat.
Die Existenzgründungsberaterinnen der WESt begleiten Gründungsvorhaben und beraten vor und nach erfolgter Existenzgründung. Sie analysieren gemeinsam mit den Gründenden in spe ihre Geschäftsidee und geben wertvolle Tipps für die nächsten Schritte. Ebenso informieren sie über Förderprogramme und unterstützen bei der Beantragung von Finanzmitteln.
führte das Gründungsteam in 2024. Der Fokus lag dabei auf Unternehmensgründungen im Bereich Dienstleistungen (126), gefolgt von Freiberuflern (66), Handwerk (42), Handelsvertretungen (28), Gastgewerbe (14), Industrie (sieben).
Von den 283 Gründungsinteressierten waren 92 in Arbeit, 120 haben Arbeitslosengeld I und fünf Arbeitslosengeld II bezogen. 66 Personen haben für die Statistik „Sonstiges“ angegeben (dazu gehören Studierende, Menschen die bereits selbstständig oder in Rente sind, Arbeitslose ohne Bezug).
Der hohe Anteil der Gründungen aus der Arbeitslosigkeit resultiert aus der engen Kooperation mit der Arbeitsagentur.
Die Anzahl der Beratungen lag in etwa auf dem Niveau von 2022. Unsichere wirtschaftliche Zeiten wirken sich auf auf die Gründungsneigung aus.
Die persönlichen Gründungsberatungen finden bei der WESt in Steinfurt wie auch regelmäßig vor Ort in den Kommunen des Kreises Steinfurt statt. Hinzu kommen Online-Termine mit Erstinformationen für Gründungsinteressierte, die in 2024 von 27 Personen genutzt wurden.
Gründungsberatung vor Ort: Alina Overfeld (M.) zu Gast in Ochtrup - mit Bürgermeisterin Christa Lenderich und Wirtschaftsförderer Robert Tausewald.
Im Bereich Gründung wurden in 2024
akquiriert - hauptsächlich über die Programme Gründungsstipendium NRW und den Gründungszuschuss. Der Gründungszuschuss der Agentur für Arbeit ist eine „Anschubfinanzierung“ für die ersten sechs Monate der Selbstständigkeit und kann danach für weitere neun Monate verlängert werden. Die WESt ist eine sogenannte „fachkundige Stelle“, die nach entsprechender Prüfung des Gründungsvorhabens eine Tragfähigkeitsbescheinigung ausstellt. Diese finanzielle Unterstützung kann gerade in den Anfängen einer Selbstständigkeit sehr hilfreich sein.
Unterstützung auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit erhielt Britta Samaha von der WESt-Gründungsberaterin Alina Overfeld (l).
Die Gründungsteam der WESt ist bestens vernetzt im Gründungsökosystem - auch über die Kreisgrenzen hinaus. Das effektive Zusammenwirken unterstützender Akteurinnen und Akteure spielt für den Erfolg von Gründungen eine wichtige Rolle.
Christian Holterhues beim GründungsKreis-Treffen in Steinfurt
Unter der Federführung der WESt hat sich der GründungsKreis Steinfurt in 2024 neu aufgestellt. Gemeinsam entwickelten wir neue Ideen, um Gründerinnen und Gründern noch passgenauere Angebote zu machen.
Es ist von großem Vorteil, dass die Mitglieder des GründungsKreises verschiedenen gründungsrelevanten Bereichen und Institutionen angehören und so bei ganz unterschiedlichen Fragestellungen weiterhelfen können.
Gründungsberaterin Alina Overfeld
Seit einigen Jahren besteht eine enge Kooperation mit den Wirtschaftssenioren Osnabrück e.V. Die Wirtschaftssenioren sind ehemalige Führungskräfte aus der Wirtschaft oder selbständige Unternehmerinnen oder Unternehmer. Sie beraten ehrenamtlich bei der Existenzgründung, Unternehmenssicherung und Unternehmensnachfolge. In Kooperation mit der WESt bieten die Wirtschaftssenioren kostenfreie Beratungen und Seminare wie „1 x 1 der Selbstständigkeit“ im Kreis Steinfurt an.
Gemeinsam mit zwei weiteren Partnern - der Entwicklungs- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Stadt Rheine (EWG) sowie dem Projektcoaching Hatipoglu – haben wir in 2024 vier Gründungsstammtische in Rheine angeboten. 112 Interessierte nahmen teil und nutzten die Gelegenheit für Informationen aus erster Hand, Impulse und Vernetzung. Personen, die noch am Anfang ihrer Gründungsidee stehen, bietet der Stammtisch eine ideale Plattform, um sich inspirieren zu lassen und erste Kontakte zu knüpfen.
Gut angenommen werden auch die Seminare zu Grundlagen der Buchführung. Drei Tagesseminare für Gründende und Jungunternehmen wurden in 2024 angeboten, 59 Personen nahmen teil.
Die WESt ist Partnerin des im März 2024 gestarteten Verbundprojekts „Grünes Gründen Münsterland“. Ziel ist, Gründende für das Thema Nachhaltigkeit zu begeistern und Gründungsvorhaben zu unterstützen, die einen Beitrag zur ökologischen Transformation leisten. Somit möchten wir den regionalen Transformationsprozess durch innovative, ökologisch wertvolle Gründungsvorhaben vorantreiben. Das Projektvolumen für die WESt beträgt ca. 76.000 €, davon 80 % Förderung.
Während der Projektlaufzeit werden zielgerichtete Angebote im Bereich der ökologischen Transformation für die Gründungsszene umgesetzt, darunter Netzwerkveranstaltungen mit Best-Practice-Beispielen, interaktiver Wissenstransfer aus Hochschulen und Wirtschaft für (potenzielle) ökologisch nachhaltige Gründungen etc.
Das Team Grünes Gründen im Münsterland
In 2024 wurde das Leader-Projekt "Zukunft unternehmen!" bewilligt, das die WESt zusammen mit dem Verein Lernen fördern e.V. und der Kreissparkasse umsetzen wird. Das Projekt zielt darauf ab, Schülerinnen und Schüler im Kreis Steinfurt ab der neunten Klasse für Social Entrepreneurship zu sensibilisieren. Durch Workshops an Schulen sollen die Jugendlichen lernen, wie wirtschaftliches Handeln und gesellschaftliches Engagement zusammenwirken können. Sie erwerben praxisnah unternehmerische Kompetenzen, indem sie eigene nachhaltige Geschäftsideen entwickeln.
v.l.: Carl-Christian Kamp (Kreissparkasse Steinfurt), Christian Holterhues und die neue Projektkoordinatorin Carolin Möllenbeck (WESt), Andrea Rüter (Lernen fördern e.V.), Landrat Dr. Martin Sommer, Horst Schöpper (Lokale Aktionsgruppe Steinfurter Land e.V.)
Wir unterstützen Unternehmen bei der Auswahl geeigneter Förderprogramme für die jeweiligen spezifischen Vorhaben und begleiten bei Bedarf die Antragstellung. Dieser Service hilft Unternehmen dabei, finanzielle Unterstützung zu erhalten, Wachstumspotenziale auszuschöpfen und Investitionen erfolgreich zu realisieren.
hat die WESt in 2024 erhalten. Daraus resultierten 115 individuelle Beratungstermine vor Ort, per Videokonferenz oder telefonisch. Zahlreiche weitere Anfragen wurden per Mail beantwortet.
Auch in 2024 lag bei den Unternehmen im Kreis Steinfurt die Nachfrage schwerpunktmäßig auf Investitionen im Bereich Digitalisierung und nachhaltiger Transformation.
sind durch Vermittlung und Vernetzung der WESt in die Region geflossen.
Denn nur wer die Programme kennt, kann sie auch nutzen.
Varvara Leinz, Unternehmensservice der WESt
Die WESt hat einen guten Überblick über Förderprogramme auf Landes-, Bundes- und EU-Ebene. Wir analysieren die verschiedenen Angebote und stellen regelmäßig aktuelle Informationen zu den Förderkonditionen zusammen. Im Rahmen von sechs Online- und vier Fachvorträgen bei Werbegemeinschaften oder dem Unternehmensverbund Münsterland, regelmäßigen Unternehmensbesuchen sowie über gezielte Mailingaktionen und die Kanäle der Öffentlichkeitsarbeit der WESt haben wir auf die vielfältigen Förderprogramme aufmerksam gemacht.
Veränderungen in der Förderlandschaft führen dazu, dass in 2024 wesentlich weniger Fördermittel von Unternehmen im Kreis Steinfurt in Anspruch genommen werden konnten.
Varvara Leinz vom Unternehmensservice der WESt (M.) und Lea Kipper vom REACH – EUREGIO Start-Up Center waren zu Gast im Podcast-Studio in Münster. Sie gaben Einblicke in ihre Arbeit als Beraterinnen und hatte viele wertvolle (Förder-)Tipps für Unternehmerinnen und Gründerinnen parat.
Die Abkürzung „ESG“ steht für "Environmental, Social and Governance", auf Deutsch: Umwelt, Soziales und Unternehmensführung. Diese drei Säulen werden verwendet, um die Nachhaltigkeit sowie die ethischen Auswirkungen eines Unternehmens oder einer Organisation zu bewerten.
„Umwelt“ betrifft die Art und Weise, wie ein Unternehmen mit der natürlichen Umwelt interagiert, einschließlich seiner Praktiken bezüglich Umweltschutz, Ressourcennutzung und Klimawandel.
„Soziales“ bezieht sich auf die Beziehungen des Unternehmens zu seinen Mitarbeitern, Lieferanten, Kunden und den Gemeinschaften, in denen es tätig ist. Dazu gehören Themen wie Arbeitnehmerrechte, soziale Gerechtigkeit und Beiträge zur Gemeinschaft.
„Unternehmensführung“ umfasst die internen Systeme, Praktiken und Richtlinien, die bestimmen, wie ein Unternehmen geführt und kontrolliert wird. Dazu gehören u. a. Unternehmensethik, Transparenz, Geschäftspraktiken und Aktionärsrechte.
Auf EU-Ebene und in Deutschland ist das ESG-Konzept in mehrere gesetzliche Rahmen eingebettet (darunter EU-Taxonomieverordnung, Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD), Sustainable Finance Disclosure Regulation (SFDR) oder Deutscher Nachhaltigkeitskodex (DNK)).
Das EU-Förderprojekt „ESG4SMEs“ beschäftigt sich mit der nachhaltigen Transformation kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) aus dem Bereich Agri-Food. Die WESt ist Projektpartnerin des internationalen Projektkonsortiums, das gemeinsam an Maßnahmen arbeitet, um die Kompetenzen und Fähigkeiten von Unternehmensverantwortlichen im Themenfeld ESG zu stärken. ESG steht für "Environmental, Social and Governance" - auf Deutsch: Umwelt, Soziales und Unternehmensführung - und ist in mehreren deutschen und EU-Gesetzen / -Richtlinien eingebettet.
Kernthemen des Projektes sind:
Das Projektkonsortium, bestehend aus sieben Partnern aus Deutschland, Italien, Slowenien, Griechenland und Zypern – darunter mehrere Wirtschaftsinitiativen, Institute und regionale Unternehmensverbände –, traf sich Ende Januar 2024 in Larissa, Griechenland, um an den ersten Projektbausteinen zu arbeiten.
wurden in 2024 mit weiteren Partnerinnen und Partnern, insbesondere den benachbarten Wirtschaftsförderungsgesellschaften, organisiert und erfolgreich durchgeführt. Themen waren IT-Sicherheit, KI, Marketing, Nachhaltigkeit, Unternehmensnachfolge u.v.m. Mit einem eigenen Messestand vertreten war das Team beim Effizienz Forum Wirtschaft (Bocholt) & Frauen-Wirtschaftstag (Münster).
Diese etablierte Veranstaltungsreihe von WESt und TRAIN wurde auch in 2024 erfolgreich fortgesetzt. Über 600 Personen haben an den insgesamt 10 Webinaren teilgenommen. Themen waren: Digitalisierung, Innovation, Energie & Nachhaltigkeit, Messeförderung, Weiterbildung & Qualifizierung, Beratungsförderung.
Varvara Leinz vom Unternehmensservice der WESt besuchte in 2024 wie im Vorjahr insgesamt 50 Unternehmen im gesamten Kreis Steinfurt. Mit dabei waren häufig Vertreterinnen und Vertreter von Institutionen wie der FH Münster und der WVS e. V. Ziel der Unternehmensbesuche ist es, die Bedürfnisse der regionalen Betriebe besser zu verstehen und in persönlichen Gesprächen gezielte Unterstützung in Bereichen wie Fördermöglichkeiten, Kooperationen und Vernetzung mit relevanten Institutionen anzubieten. Die Unternehmensbesuche dauern in der Regel 1,5 - 2 Stunden und finden ohne eine vorgegebene Agenda bei einem lockeren Treffen statt.
Zu Besuch bei Seli Automatisierungstechnik GmbH
Zu Gast bei der Fa. Hagetech GmbH in Steinfurt
Das Unternehmerinnennetz Kreis Steinfurt ist eine etablierte und beliebte Plattform für Austausch, Vernetzung und Kooperation von unternehmerisch aktiven Frauen untereinander.
Drei erfolgreiche Unternehmerinnentreffen mit insgesamt 250 teilnehmenden Gründerinnen, Freiberuflerinnen, Selbstständigen und Frauen in Führungsposition aus der Region haben in 2024 stattgefunden, und zwar in Steinfurt, Ochtrup und Lengerich.
Danke für den wunderbaren Input und die sehr inspirierenden persönlichen Geschichten! Ich würde diese Treffen allen Unternehmerinnen wärmstens empfehlen!
Teilnehmerinnen-Feedback
Herzlichen Dank an die Organisatoren für diese wunderbare Veranstaltung! Solche Events sind so wertvoll – sie ermöglichen nicht nur großartigen fachlichen Input, sondern auch einen bereichernden Austausch untereinander.
Teilnehmerinnen-Feedback
Das Vorhaben „Wirtschaftliche Resilienz im Kreis Steinfurt (WiReSt)“ wird innerhalb des Programms Region gestalten des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen in Zusammenarbeit mit dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung gefördert. Es handelt sich um ein Gemeinschaftsprojekt der Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft Steinfurt mbH (WESt mbH), die die Projektleitung innehat, und der FH Münster.
https://westmbh.de/wirest/
Wirtschaftliche Resilienz ist ein entscheidender Faktor für die Wettbewerbsfähigkeit und Zukunftssicherheit von Unternehmen und Regionen. Im Rahmen des Projekts „WiReSt“ wurden innovative Methoden, praxisorientierte Werkzeuge und zukunftsweisende Ansätze für den Kreis Steinfurt entwickelt, um lokale Unternehmen gezielt bei der Steigerung ihrer Widerstandsfähigkeit zu unterstützen.
Die in diesem Projekt entwickelte umfangreiche Regionalanalyse der FH Münster zum Thema Geographie, Wirtschaft und Lieferketten für den Kreis Steinfurt konnte 2024 abgeschlossen werden und steht den Unternehmen, Wirtschaftsförderungen und Planungsinstanzen zur Verfügung.
Ebenfalls beendet ist die WiReSt-Praxisworkshop-Reihe, die insgesamt sechs Veranstaltungen seit Projektbeginn umfasste, davon vier in 2024. In 2025 folgen die Ergebnispräsentation sowie der Wissenstransfer in einen anderen Landkreis.
Das Frühwarnsystem stellt das Projekthighlight dar und soll den Unternehmen künftig als Werkzeug im Lieferkettenmanagement dienen. Quick-Checks zur Resilienz-Überprüfung sowie ein Handlungsleitfaden folgen in 2025 und runden das Gesamtergebnis ab.
Die Projektkoordinatorinnen Mechthild Leiwering-Hillers (l.) und Monika Hannemann (r.) mit Sebastian Schuermann (Projektleitung "Kreislaufwirtschaftsregion Münsterland“), Rainer Hackenfort (Geschäftsführer ADLER Arbeitsmaschinen GmbH & Co. KG), Janis Purk (Projektmitglied FH Münster) (v.l.)
Das WiReSt-Projekt der WESt kann ein Puzzlestück bei der Abfederung der Folgen der multiplen Krisen auf den Einkauf unserer Unternehmensgruppe sein.
ein Pilotanwender des Früh-Warn-Systems
Das Projekt “DigiFaBs Digital Change Agents for Food and Beverage SMEs” wird durch die EU-Erasmus-Partnerschaften für Innovationsallianzen finanziert und von der FH Münster koordiniert. Das Projekt bringt ein Konsortium von 14 Partnern aus sieben europäischen Regionen zusammen. Dazu gehören fünf Hochschuleinrichtungen, zwei Berufsbildungseinrichtungen, vier KMU, eine regionale öffentliche Einrichtung, ein Sozialpartner und eine NGO, die alle daran arbeiten, den Food- & Beverage-Sektor voranzubringen. Die Lebensmittel- und Getränkeindustrie ist der größte Produktionssektor in der Europäischen Union.
Das EU-geförderte Projekt fokussiert die digitale Transformation von Unternehmen entlang der Wertschöpfungskette Ernährung und Getränke. Die WESt ist Partnerin dieses EU-Projekts, das von der FH Münster europaweit koordiniert wird.
In den nächsten drei Jahren werden die Projektpartner daran arbeiten, ein innovatives Programm zu entwickeln, um den Digitalisierungsgrad in Unternehmen der Food & Beverage-Branche zu fördern. Kern des Projektes ist eine enge Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und Unternehmen. Die Aufgabe der WESt ist es, regionale Unternehmen aus der Lebensmittel- und Getränkeindustrie für die Teilnahme und Mitwirkung an dem Projekt zu gewinnen. Durch von der Hochschule entwickelte Qualifizierungsmaßnahmen sollen Digitalisierungsprojekte direkt in den Betrieben umgesetzt werden. Dafür führte die FH Münster mit zwölf Unternehmen aus dem Kreis Steinfurt bzw. der Region Interviews. An den Ergebnissen der geführten Interviews werden die weiteren Projektmaßnahmen ausgerichtet.
Gerade kleine und mittlere Unternehmen aus dem Kreis Steinfurt bekommen so wertvolle Impulse im Bereich der digitalen Transformation.
Sonja Raiber
TRAIN ist eine wichtige Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Wirtschaft mit dem Ziel das Innovationspotenzial der Unternehmen im Kreis Steinfurt zu stärken. Die Initiative wurde 2001 von der FH Münster und der WESt mbH ins Leben gerufen. Zum TRAIN-Team gehören Stefan Adam, Luana Sommer und Sarah Schönfelder.
Im Jahr 2024 führte TRAIN etwa 50 Beratungsgespräche im Bereich Innovation und Förderung mit Unternehmen aus dem Kreis Steinfurt durch. Ein bedeutender Aspekt hierbei war die Teilnahme an der Reihe "Wirtschaft vor Ort" mit der WESt. Diese persönlichen Besuche ermöglichen es, zahlreiche Unternehmen über die Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit der FH Münster zu informieren.
Auf Vermittlung von TRAIN haben Studierende der FH Münster aus dem Masterstudiengang „Wirtschaftsingenieurwesen“ eine Projektarbeit zusammen mit der Fa. W. Gröning GmbH & Co. KG in Rheine-Mesum durchgeführt und die Ergebnisse in 2024 im Unternehmen vorgestellt. Ziel war es dabei, Potenziale bei Rüstzeiten und Lagerbeständen zu erfassen um so die Prozesse zu optimieren.
Das war wirklich eine tolle Zusammenarbeit, die zu effizienten Lösungsansätzen geführt hat.
J. Kattenbeck, Gröning GmbH & Co. KG
Seit 2024 wird im Rahmen einer Förderung des Bundesministeriums für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) ein Projekt durchgeführt, das die Entwicklung eines Pflanz- und Saatsystems mit höchster Präzision zum Ziel hat. Die Implementierung erfolgt unter Einsatz der hochgenauen GPS-RTK-Technologie. Zu den Projektpartnern zählen neben der FH Münster das Steinfurt Unternehmen DNL-contact GmbH & Co. KG sowie die Firma Adler Arbeitsmaschinen GmbH aus Nordwalde.
In 2024 wurden gleich mehrere große Projekte im Kontext der EFRE-Ausschreibung zum Regio-Wettbewerb initiiert, die jeweils münsterlandweite Vorhaben umfassen. An den folgenden drei Projekten sind die FH Münster und zum Teil auch die WESt mbH beteiligt:
Als viertes EFRE-Vorhaben wurde die "Vernetzung der Biogaserzeugung im Münsterland", kurz "VeBiT MSL", initiiert. Ziel dieses Vorhabens ist die zukunftsfähige Ausrichtung der Erzeugung von regenerativen Energien.
Zusätzlich zu den regionalen Aktivitäten spielt auch die internationale Perspektive eine bedeutende Rolle. In diesem Zusammenhang wurden und werden zahlreiche Gespräche mit Akteuren in den Niederlanden geführt und Projekte initiiert. Erfolgreich gestartet sind im letzten Jahr Projekte mit konkreter Beteiligung der FH Münster zu folgenden Themen:
Im Rahmen des Projekts "Future BEEing", das in Kooperation mit der Provinz Overijssel und nahezu 80 Organisationen aus den Niederlanden und Deutschland durchgeführt wird, soll der Wohnbestand in einer zeitnahen und nachhaltigen Weise modernisiert werden.
Im Vorhaben „BOOST – BOOSTing grenzüberschreitender Wasserstoff in Industrie, Forschung und Bildung“ arbeiten die deutsch-niederländischen Partner (u.a. die Firma BEN-Tec GmbH, Emsdetten) an der effizienteren Integration von Elektrolyseuren zur Herstellung des vielseitigen Energieträgers Wasserstoff. Dazu wird im Rahmen des Projekts ein innovativer software-basierter Werkzeugkasten für Elektrolyseure entwickelt. Neben der Nutzung des Tools im Rahmen der Projektierung und im betrieblichen Umfeld wird es auch in die Aus- und Weiterbildung von Fachkräften implementiert
Die beiden Vorhaben "InnoLoop" und "INDUSTR_I4.0" adressieren digitale Themen und bieten die Möglichkeit, kleine deutsch-niederländische Projekte zwischen KMU und Forschungseinrichtungen aus der Grenzregion zu realisieren.
45 Veranstaltungen mit über 1.575 Anmeldungen hat das TRAIN-Team – teils in Kooperation mit weiteren Partnern – im vergangenen Jahr organisiert. Im Rahmen von verschiedenen informativen Veranstaltungsformaten wird ein enger Austausch zwischen Hochschule und Wirtschaft gefördert und die unterschiedlichen Kompetenzen werden gewinnbringend miteinander vernetzt. Im folgenden einige Beispiele:
Christian Holterhues, Luana Sommer und Andrea Köning mit den beiden #Chefsache-Referenten Prof. Dr. Susanne Maaß-Sagolla (2.v.r.) und Nicolas Lulay (M.), Fa. secova
Impulse und Best-Pracice-Beispiele aus Wirtschaft und Wissenschaft zu aktuellen (Zukunfts-)Themen
Neueste Erkenntnisse aus unterschiedlichen FH-Fachbereichen mit Schwerpunkt wirtschaftliche Themen
Wichtige Grundlagen und Erfolgsfaktoren zur Steigerung der Innovationsfähigkeit von Unternehmen
Austausch mit der Landwirtschafts- und Ernährungsbranche im Münsterland über (Ernährungs-)Trends, Innovationen sowie neue Lösungen aus Produktion und Vermarktung
HR-Verantwortliche aus der Wirtschaft und Lehrende der FH Münster diskutieren und arbeiten gemeinsam zu den Themen Personal, Recruiting und Fachkräftemangel
Exkursion von kleinen Studierendengruppen zu regionalen Unternehmen vor Ort zwecks Austausch und Einblicke in verschiedene Arbeitsbereiche
Fokus international Studierende: Unternehmen stellen sich vor und tauschen sich mit Studierenden aus dem Ausland über Praktikumsmöglichkeiten, den Berufseinstieg und Karrierewege aus
Führungskräfte aus Unternehmen beantworten in einer interaktiven Podiumsdiskussion Fragen der Studierenden zu technischen Themen, Herausforderungen der Branche und Karriereperspektiven
Pressegespräch u.a. mit Landrat Dr. Martin Sommer (M.), Christian Holterhues (l.) und Stefan Adam (r.) am Stand der TECE GmbH
Mit 80 ausstellenden Unternehmen aus Nah und Fern war auch der diesjährige FH-Firmentag komplett ausgebucht. Erneut gab es einen eigenen Bereich nur für Unternehmen aus dem Kreis Steinfurt, der durch die WESt mbH beworben wurde. Insgesamt waren 25 Ausstellende aus dem Kreis Steinfurt dabei.
Am Technologie-Campus Steinfurt der FH Münster studieren rd. 4.500 junge Menschen – vorwiegend in den ingenieurwissenschaftlichen Fachbereichen. Der Firmentag ist eine gute Gelegenheit für Unternehmen, mit den Fachkräften von morgen in Kontakt zu treten – sei es über Praktika, Jobangebote oder die Möglichkeit zu Abschlussarbeiten im Unternehmen.
Das zdi-Zentrum Kreis Steinfurt ist ein regionales Netzwerk zur Förderung des naturwissenschaftlich-technischen Nachwuchses im Kreis Steinfurt. Ziel ist es, junge Menschen für Berufe oder Studiengänge in den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) zu begeistern – denn seit Jahrzehnten herrscht in diesem Bereich ein Nachwuchs- und Fachkräftemangel.
Das Netzwerk umfasst mittlerweile 276 Partner aus Wirtschaft, Wissenschaft und Bildung. 22 neue Netzwerkpartnerinnen und –Partner konnte das zdi-Team in 2024 dazugewinnen, und zwar: 16 Unternehmen, zwei Bildungseinrichtungen und vier sonstige Akteure (Institutionen, Initiativen, Vereine o.ä.)
276 Partnerinnen und Partner (Stand 12/24) darunter:
- 168 Unternehmen - 63 Bildungseinrichtungen - 46 sonstigen Partnern (Institutionen, Vereine, Initiativen)
gehören inzwischen zu dem umfassenden, regionalen Netzwerk, das das zdi-Zentrum Kreis Steinfurt seit der Gründung in 2014 auf- und stetig weiter ausgebaut hat.
Mit vielfältigen Angeboten in Schulen und Unternehmen erhalten junge Menschen spannende Einblicke in die Berufswelt und Unternehmen kommen frühzeitig in Kontakt mit potentiellen Nachwuchskräften.
Das zdi-Zentrum Kreis Steinfurt leistet einen entscheidenden Beitrag zur Fachkräftesicherung in unserer Region und trägt dazu bei, dass der Kreis Steinfurt als attraktiver Standort für MINT-Berufe wahrgenommen wird.“
Landrat Dr. Martin Sommer
Im Rahmen einer MINT-Rallye kommen Unternehmensvertretende in die Schule und stellen ihr Unternehmen und die dort auszuübenden MINT-Berufe vor. Auszubildende der teilnehmenden Unternehmen führen praktische Übungen mit den Schülerinnen und Schülern durch. In den 50-minütigen Workshops mit sieben bis neun Teilnehmenden geht es um vertiefte Berufs- und Studienorientierung im MINT-Bereich. . In den Workshops stellen Unternehmen sich selbst und ihre Ausbildungsberufe und (dualen) Studiengänge anhand von praktischen Übungen und möglichen Arbeitsaufträgen vor. Dieses erfolgreiche Konzept wird von Schulen und Unternehmen immer häufiger nachgefragt.
Das kommt gut an: aktiv machen und ausprobieren - hier beim Johannes-Kepler-Gymnasium in Ibbenbüren
Es ist immer wieder schön zu sehen, wie die Jugendlichen die Berufe in den Workshops wortwörtlich begreifen.
zdi-Koordinatorinnen Gabi Wenke und Dr. Wiebke Wesseling
Die Nachfrage und Resonanz ist überragend. Daher haben die zdi-Koordinatorinnen neue, zusätzliche MINT-Rallye-Formate entwickelt und in 2024 erfolgreich umgesetzt:
Dieses Format richtet sich ausschließlich an Handwerksunternehmen im Kreis Steinfurt und fand erstmalig an der Schule am Bagno in Steinfurt statt.
120 Jugendliche, 16 regionale Unternehmen und ein gemeinsames Ziel: Nachwuchsförderung. Die erste MINT-Rallye#outdoor fand gemeinsam mit dem Sportverein FC Eintracht Rheine e.V. an einem Samstagvormittag statt, um auch Eltern als potentielle Fachkräfte anzusprechen.
MINT-Rallyes bieten den Unternehmen eine gute Gelegenheit, frühzeitig auf Praktikums- und Ausbildungsplätze aufmerksam zu machen. So sind auch in diesem Jahr wieder mehrfach Praktikumsplätze vergeben worden und Ausbildungsverhältnisse durch den direkten Kontakt zwischen den Schülern und Unternehmen entstanden. Die Jugendlichen brachten zum Teil direkt Bewerbungsmappen zu den MINT-Rallyes mit. Unternehmen zeigen sich besonders interessiert an den 9. Klassen der Realschulen. Im Rahmen der praktischen Übungen wird ein intensiverer Kontakt zwischen den Unternehmensvertretenden und den Jugendlichen ermöglicht. Das Unternehmensnetzwerk und die Organisation der MINT-Rallyes durch das zdi-Zentrum Kreis Steinfurt ist für die Schulen besonders wertvoll, da dies in Eigenregie nur schwer umsetzbar ist.
Die zdi-Koordinatorinnen Gabi Wenke (r.) und Dr. Wiebke Wesseling
MINT-Patenschaften sind individuell gestaltete Kooperationen zwischen Unternehmen und Schulen oder anderen Institutionen. Sie werden vom zdi-Zentrum Kreis Steinfurt koordiniert und durch eine Patenurkunde besiegelt. 2024 konnten zwei neue MINT-Patenschaften mit zwei Schulen und neun Unternehmen geschlossen werden.
Wir freuen uns, dass unser Konzept der MINT-Patenschaften so gut ankommt. Hierdurch entstehen tolle Projekte zur vertieften Berufs- und Studienorientierung und eine enge Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Schule.
Christian Holterhues
MINT-Patenschaft zwischen der Windmöller & Hölscher Academy Lengerich und der Maximilian-Kolbe-Gesamtschule Saerbeck
Es ist ein zdi-Gemeinschaftsprogramm zur vertiefenden Berufs- und Studienorientierung (BSO) im Bereich MINT. Das Programm soll Schülerinnen und Schülern ab der Klasse 7 allgemeinbildender Schulen einen detaillierten Einblick in MINT-Fächer ermöglichen und damit die Studienneigung fördern. Es wird von der Bundesagentur für Arbeit und dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW jeweils zur Hälfte getragen. Jährlich erhält das bei der WESt angesiedelte zdi Zentrum Kreis Steinfurt diese Fördermittel und unterstützt bei der Umsetzung von MINT-Maßnahmen.
Das zdi-Zentrum Kreis Steinfurt unterstützt bei der Realisierung von außerschulischen MINT-Maßnahmen. Inhaltlich geht es bei den Maßnahmen z. B. um Themen wie KI, zukunftsorientierte Nachhaltigkeitsansätze oder Data-Science und maschinelles Lernen. Die Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit (RD NRW) und das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW (MKW) tragen das Programm jeweils hälftig.
Gratulation an Berthold Hufnagel zu 10 Jahre PhänomexX e.V.
Weitere erfolgreich etablierte Angebote des zdi-Zentrums sind unter anderem Praxis-Workshops von Unternehmen für Lehrpersonen oder die MINT-Werkstatt, bei der Unternehmen dezentrale MINT-Angebote für Schulen anbieten. Diese und weitere Angebote im Kreis Steinfurt (u. a. PhänomexX, zdi-Schüler:innenlabor Lernwerkstatt 4.0, Digitallabor Lengerich, ARTandTECH.space in Rheine) werden aktiv bei den Schulen platziert.
Das zdi-Zentrum Kreis Steinfurt betreibt intensive Netzwerkarbeit entlang der gesamten Bildungskette und ist in der Region und darüber hinaus sehr gut vernetzt. Zudem präsentieren die zdi-Projektmanagerinnen ihre zdi-Angebote bei Fachtagungen wie der vocatium in Münster, der Bildungskonferenz des Kreises Steinfurt, beim IHK MINT-Forum, der Fachkräftekonferenz in Almelo und beteiligt sich an deutsch-niederländischen Projekten u .v. m.
Das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW (MKW) hat das zdi-Zentrum Kreis Steinfurt mit dem zdi-Qualitätssiegel 2024 für seine kreisweite erfolgreiche Arbeit in der MINT-Bildung ausgezeichnet. Die Auszeichnung verleiht das Ministerium jährlich den zdi-Netzwerken für hochwertige MINT-Förderung in NRW.
Den Betriebsplus-Wettbewerb hat die WESt 2008 ins Leben gerufen und führt ihn seitdem alle drei Jahre mit unterschiedlichen Schwerpunkten durch.
Ziel des Wettbewerbs ist es, Impulse zu setzen und die zahlreichen Aktivitäten, Maßnahmen und guten Ideen in den Vordergrund zu rücken, die Betriebe der Region unternehmen, um dem Personal- und Fachkräftemangel entgegenzuwirken.
Beim Betriebsplus-Wettbewerb 2024 drehte sich alles um das Thema„Innovative Personalarbeit im Kreis Steinfurt“. Zur Teilnahme aufgerufen waren Unternehmen, die in den vergangenen drei Jahren besondere Ideen realisiert haben, die sie für potentielle Arbeitskräfte besonders attraktiv machen oder von denen Beschäftigte im Betrieb bereits profitieren.
„Gerade in Zeiten, wo der Arbeits- und Fachkräftemangel immer größer wird, sind gute Ideen gefragt, die die Belegschaft an das Unternehmen binden und neue Mitarbeitende anziehen. Gute Personalpolitik ist daher heute kein Luxus mehr, den sich ein Unternehmen leistet oder nicht, sondern überlebensnotwendig“.
Christian Holterhues
Ein breiter Querschnitt von Unternehmen aus dem gesamten Kreis Steinfurt hat sich mit seinen innovativen Ideen zur Teilnahme am Betriebsplus-Wettwerb bei der WESt beworben. Ermittelt wurden die Gewinnerunternehmen nach einem mehrmonatigem Prozess von einer unabhängigen Expertenjury, und zwar je nach Betriebsgröße in drei Kategorien.
Die Preisträgerinnen und Preisträger des Wettbewerbs „Betriebsplus 2024“ mit dem Jurorenteam sowie Kreisdirektor Peter Freitag (2.v.r.) und WESt-Geschäftsführer Christian Holterhues (3.v.l.).
Im Rahmen einer feierlichen Abschlussveranstaltung konnten die sechs Gewinnerunternehmen vor rund 90 Gästen ihre Trophäen für die innovativsten Projekte in der Personalarbeit im Südstadtquartier in Ibbenbüren entgegennehmen.
Schon kleine Maßnahmen können eine große Wirkung bei der Personalgewinnung und Personalentwicklung entfalten.
Kreisdirektor Peter Freitag
Impressionen der Betriebsplus Preisverleihung 2024
Noch immer sind Menschen mit Behinderung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt benachteiligt. Um ihre Chancen auf eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung im Kreis zu erhöhen, haben der LWL und der Kreis Steinfurt die Arbeitsgemeinschaft „Arbeit für Menschen mit Behinderung im Kreis Steinfurt“ gebildet, die unter Federführung der WESt rund 20 relevante Institutionen an einem Tisch versammelt.
Diese Gruppe birgt ein großes Fachkräftepotenzial. Trotzdem gibt es in vielen Betrieben eine große Unsicherheit beim Thema Inklusion. "Unsere Aufgabe wird es sein, die Unternehmen zu ermutigen, Inklusion zu leben und ihnen die nötige Beratung und Unterstützung zukommen zu lassen“, so die übereinstimmende Aussage der Beteiligten.
So wie jedes Team von Vielfalt profitiert, kann auch der erste Arbeitsmarkt von Menschen mit Behinderung nur profitieren.“
Christian Holterhues
Unter diesem Motto startete im Sommer 24 die münsterlandweite Kampagne „Inklusion Münsterland, an der sich mehr als 40 verschiedene Akteure aus Wirtschaft und Gesellschaft beteiligen - so auch die WESt. Mit einem eigens kreierten Logo, großflächigen Plakaten, Social-Media-Aktivitäten und Veranstaltungen möchten die Initiatoren mit der Kampagne auf die Potentiale von Menschen mit Behinderungen am Arbeitsplatz aufmerksam machen. www.inklusion-münsterland.de
Jago Büscher (4.v.l.) ist bei Dömer Metallbau in Nordwalde beschäftigt und einer der Protagonisten der Kampagne. Das Bild zeigt ihn zusammen mit (v.l.) Regierungsvizepräsident Dr. Ansgar Scheipers, Landrat Dr. Martin Sommer, Kreishandwerksmeister Heinz-Bernd Lohmann, Frank Tischner und Landesdirektor Dr. Georg Lunemann.
Aufmerksamkeit für die Inklusionskampagne - hier Frank Tischer (l.) und Christian Holterhues beim Sommerfest des RP Münster.
Wir ermutigen Unternehmen im Münsterland, Inklusion aktiv zu leben und mehr Teilhabe für Menschen mit Behinderung am ersten Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Dazu zeigen wir anhand vieler toller Beispiele, dass Inklusion im Münsterland längst gelingt.
Frank Tischner, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Steinfurt Warendorf
Zum Internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen im Dezember hat die WESt im Rahmen einer Online-Infoveranstaltung einen umfassenden Überblick über finanzielle und beratende Unterstützungsangebote für Unternehmen informiert. Ebenso wurden erfolgreiche Praxisbeispiele der betrieblichen Inklusion in den Fokus gerückt:
Im Interview mit Christian Holterhues schilderten Klaus Struffert (Carl Nolte Technik, Greven) die Zusammenarbeit mit dem Tecklenburger Sozialdienstleister Ledder Werkstätten gGmbH. Die Carl Nolte Technik GmbH hatte vor einiger Zeit einen Mitarbeiter mit Behinderung eingestellt, der jetzt eine Ausbildung als Logistikfachkraft macht. „Wir waren neugierig und haben es einfach ausprobiert – kleines Resümee jetzt schon: Es klappt wunderbar“, so Struffert. Das Unternehmen wurde und wird bei dem gesamten Prozess von den Ledder Werkstätten betreut. „Wir begleiten die Vorstellungsgespräche, schauen uns gemeinsam unverbindlich den Betrieb an und achten darauf, dass der Bewerber sich wohlfühlt,“ erklärt Jens Brinkmannn von den Ledder Werkstätten. Auch Klaus Struffert weiß diese Unterstützung sehr zu schätzen: „Wenn ich Hilfe brauchte - ein Telefonat, schon war Herr Brinkmann da. Nicht, dass wir viel Hilfe brauchten - die Jungs sind hervorragend, die lass ich nicht wieder gehen!“ Er hat auch einen Rat für Unternehmen, die perspektivisch Menschen mit Behinderung beschäftigen möchten: „Einfach ausprobieren! Es macht Spaß - wir kriegen eine ganze Menge von den Mitarbeitenden zurück und das ist das Wichtigste.“
Die Jungs sind hervorragend, die lass' ich nicht wieder gehen!
Klaus Struffert, Carl Nolte Technik GmbH, Greven
Wir unterstützen die Kommunen im Kreis Steinfurt bei der Standort- und Gewerbeflächenentwicklung insbesondere im Kontext einer nachhaltigen Gewerbegebietsplanung und einer Professionalisierung des Flächen- und Investoren-Service. Dafür führte unsere Prokuristin Sonja Raiber 19 Gespräche mit den kreisangehörigen Kommunen, weitere Termine zum Thema Gewerbeflächen fanden mit 13 Stakeholdern wie der Bezirksregierung statt. Im Rahmen eines internen Workshops werden die Ergebnisse der Gespräche aufbereitet und zur Entwicklung von Angeboten und Maßnahmen herangezogen.
Wir unterstützen die Kommunen vor Ort bei Ansiedlungsanfragen und agieren als Behördenlotse, damit Unternehmen im Kreis Steinfurt auch in Zukunft wachsen und erfolgreich sein können.
Sonja Raiber
Über 40 Teilnehmende haben an dem Workshop „Rechtsberatung: nachhaltige Gewerbegebietsplanung“ teilgenommen. Ein Online-Update im November behandelte das Thema landesrechtliche PV-Pflicht und Solardächer in der Planung“. Für 2025 ist u.a. eine Veranstaltung „Nachhaltig Bauen als Gewerbebetrieb“ geplant. Diese Veranstaltungen bietet die WESt in Zusammenarbeit mit dem energieland 2050 e.V. und dem Amt für Klimaschutz und Nachhaltigkeit an.
33 Anfragen nach Immobilien und Gewerbeflächen gab es 2024 (Vorjahr: > 50). Für den Großteil der Anfragen konnten Flächenangebote aus den Kommunen generiert werden.
Das aktuelle Zinsniveau, die hohen Baukosten und die allgemeine wirtschaftliche Lage führen dazu, dass sich Unternehmen in Bezug auf Erweiterungen und Neuansiedlungen mit Investitionen zurückhalten.
Sonja Raiber
Die EXPO REAL in München ist der Treffpunkt für nationale und internationale Akteure aus der Immobilien- und Baubranche. Auch in 2024 war die WESt für den Kreis Steinfurt als Partnerin auf dem Gemeinschafsstand Münsterland dabei.
Gruppenbild der Wirtschaftsförderer inkl. Regierungspräsident Andreas Bothe (4. v.r.) und Bürgermeister Markus Lewe (Mitte) aus Münster.
Sonja Raiber und Christian Holterhues sind mit verschiedenen Fragestellungen der Kommunen aus dem Kreis zur Messe gefahren, z.B. um Gewerbeflächen vorzustellen, Investoren für konkrete Projektideen zu finden aber auch, um den Kreis Steinfurt als attraktiven Investitionsstandort zu präsentieren. Über ein Dutzend interessante Gespräche haben sie auf der Messe geführt und daraus resultierende Flächenanfragen erhalten.
Sonja Raiber und Christian Holterhues mit Bürgermeister Dr. Tobias Lehberg aus Saerbeck
Wir konnten auf der EXPO REAL den Kreis Steinfurt als erstklassigen Wirtschaftsstandort präsentieren.
Christian Holterhues
GRIPS III ist bis heute ein optimaler Standort für innovative Unternehmen und Start-ups, die die Nähe zur Fachhochschule nutzen möchten. Das Gebäude der WESt befindet sich direkt am Technologiecampus der FH Münster in Steinfurt. Auch in 2024 war GRIPS III zu 100 Prozent vermietet. Als neue Mieter konnten u.a. die agn Niederberghaus & Partner GmbH und Elmos Semiconductor SE begrüßt werden.
Im vergangenen Jahr wurde die Beleuchtung im GRIPS III komplett auf LED umgestellt. Eine Investition, die sich lohnt, denn dadurch sinkt der Stromverbrauch deutlich.
Sonja Raiber und Verena Kuhn übergeben den Schlüssel an Torsten Heywinkel, Geschäftsführer bei der Fa. agn
In dem Projekt LogistPlus entwickeln acht Partnerorganisationen aus dem Landkreis Osnabrück, der Stadt Osnabrück und dem Kreis Steinfurt gemeinsam mit Kommunen und Unternehmen Lösungen für eine nachhaltige Logistik. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.
Das Projekt "Logist.Plus" zielt darauf ab, die Interessen der Logistikbranche als drittgrößten Wirtschaftszweig Deutschlands mit Nachhaltigkeitszielen zu vereinen. Seit 2023 wurden die bisherigen Forschungsergebnisse in die Praxis umgesetzt. Gemeinsam mit Experten aus verschiedenen Fachbereichen wurden Leitfäden zur nachhaltigen Entwicklung der Logistik erstellt.
Ziel ist es, Klimaschutz, Flächensparen und das veränderte Konsumverhalten der Menschen mit kommunalen Bedürfnissen in Einklang zu bringen.
Christian Holterhues
Dr. Anke Valentin (WILA) moderierte eine Gesprächsrunde zwischen Christian Holterhues, Anna Kebschull (Landrätin Landkreis Osnabrück) und Thimo Weitemeier (Stadtbaurat Osnabrück).
Am 7. November 2024 fand die Projekt-Abschlussveranstaltung bei Hellmann Worldwide Logistics in Osnabrück statt, bei der rund 70 Gäste aus Wirtschaft, Wissenschaft und Kommunen die bisherigen Ergebnisse und Erfolge des Projekts "Logist.Plus" diskutierten.
Die entwickelten Lösungen und Praxisprodukte, wie Gestaltungsempfehlungen für nachhaltige Logistikstandorte und ein Beratungsleitfaden für Unternehmen und Kommunen, sollen auch in Zukunft zur Förderung einer nachhaltigen Logistik beitragen. Der im Projekt initiierte "Arbeitskreis Logistik" bietet weiterhin eine Plattform für den moderierten Austausch zwischen Unternehmen und Kommunen.
steht ein Glasfaseranschluss zur Verfügung - im Bundesdurchschnitt sind es lt. einer im November 2024 durchgeführten Marktanalyse 43,2 %, in ganz NRW 40 %.
Seit vielen Jahren setzen sich die Gigabitkoordinatoren des Kreises Steinfurt erfolgreich für den Breitbandausbau in der Region ein. Durch gezieltes Einwerben von Fördermitteln des Bundes und des Landes und in einer engen Zusammenarbeit mit relevanten Partnerinnen und Partnern ist es gelungen, den Kreis Steinfurt nahezu flächendeckend mit leistungsfähigen Gigabit-Anschlüssen zu versorgen und so die digitale Zukunft der Region aktiv mitzugestalten. Dadurch stärken wir die Wettbewerbsfähigkeit der regionalen Wirtschaft und die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger.
von Bund und Land konnten die Gigabitkoordinatoren für den Breitbandausbau in 2024 in den Kreis Steinfurt holen. Der geleistete Eigenanteil der Kommunen belief sich auf 324.566,71 EURO.
Gigabitkoordinatoren Ingmar Ebhardt u. Anna Schulte
Ein interessantes Interview zum Breitbandausbau im Kreis Steinfurt mit den beiden Gigabitkoordinatoren Anna Schulte und Ingmar Ebhardt sowie mit der Mobilfunkkoordinatorin Katharina Middelhoff gibt es hier.
Ein stabiles und zuverlässiges Glasfasernetz ist ein wichtiger Standortfaktor für unsere regionale Wirtschaft und die Voraussetzung, um im nationalen und internationalen Wettbewerb zu bestehen.
Landrat Dr. Martin Sommer
Weiße Flecken Förderung: Versorgung < 30 MBit/s
Hellgraue Flecken Förderung: Versorgung <100 Mbit/s
Dunkelgraue Flecken Förderung: Versorgung <200 Mbit/s
100 % Glasfaser in den Gewerbegebieten im Kreis Steinfurt bis Ende 2025 sichergestellt
Der eigenwirtschaftliche Ausbau macht ca. 85 % der Glasfaseranschlüsse im Kreis Steinfurt aus
Unser Credo lautet nach wie vor: So viel eigenwirtschaftlicher Ausbau wie möglich – so viel Förderung wie nötig. Beim eigenwirtschaftlichen Ausbau geht es darum, gute Investitionsbedingungen zu schaffen und bei Bedarf zwischen den verschiedenen Parteien zu moderieren.
Wir sind eine Art Schnittstelle zwischen den Anbietern, den Genehmigungsbehörden und den Bauunternehmen und könnten vermitteln, wenn es mal hakt.
Ingmar Ebhardt
Im Fokus stand 2024:
Nach Abschluss der Mobilfunkstudie Münsterland in 2021 hat das Wirtschaftsministerium des Landes NRW eine Förderrichtlinie veröffentlicht, um den flächendeckenden Ausbau von Mobilfunknetzen zu unterstützen. Der Kreis Steinfurt hat sich erfolgreich um eine Förderung beworben, so dass die Stelle des Mobilfunkkoordinators / der Mobilfunkkoordinatorin im Rahmen des Förderprojektes gefördert wird.
Seit April 2024 setzte sich die neue Mobilfunkkoordinatorin des Kreises Steinfurt dafür ein, gemeinsam mit weiteren Akteuren den Ausbau der Mobilfunknetze in den Städten und Gemeinden voranzutreiben.
Mehr als 20 Suchkreisanfragen der Telekommunikationsuntenehmen haben den Kreis Steinfurt als Vermittlungsinstanz zwischen Technik und Verwaltung in 2024 erreicht. Eine Suchkreisanfrage bezeichnet einen bestimmten Bereich innerhalb einer Kommune, in dem ein Mobilfunkmast errichtet werden soll. Nach sorgfältiger Prüfung leitete die Mobilfunkkoordinatorin diese an die zuständigen Stellen in den Kommunen weiter und stand auch im weiteren Prozess unterstützend zu Seite. Es wurden entsprechende Grundstücke vermittelt, Mitnutzungsanfragen zur verbesserten Versorgung bearbeitet und bei der Standortsuche in Kommunen oder bei Genehmigungsverfahren unterstützt.
Die neue GIS-Datenbank des Kreises Steinfurt ist ein weiterer erfolgreicher Schritt im Mobilfunkbereich. Dieses moderne System bietet eine optimierte Darstellung der Mobilfunkinfrastruktur und erleichtert die Analyse der Netzabdeckung im Kreisgebiet erheblich. Das GIS enthält detaillierte Daten zu jedem Mobilfunkmast, einschließlich Angaben zum jeweiligen Anbieter. Zudem wird für jeden Mast ein Radius von 0,5 bis 3 Kilometern dargestellt, der die theoretische Reichweite des Signals verdeutlicht. Diese Funktion ermöglicht es, auf einen Blick potenzielle Versorgungslücken zu erkennen und gezielt Handlungsbedarfe zu identifizieren.
Mobilfunkkoordinatorin Katharina Middelhoff
Der Kreis Steinfurt hat sich aktiv an der Mobilfunkmesswoche im Mai 2024 beteiligt. In dieser Woche waren Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, mithilfe der kostenlosen Funkloch-App der Bundesnetzagentur die Netzverfügbarkeit ihrer Mobilfunkanbieter zu messen und zu dokumentieren. Wir haben die Aktion über lokale Medien, Social-Media-Kanäle und Info-Veranstaltungen intensiv beworben und die Bevölkerung ermutigt, aktiv an der Datenerhebung teilzunehmen, um eine umfassende Datengrundlage zu schaffen.
Die Ergebnisse der Mobilfunkmesswoche 2024 wurden vom zuständigen Ministerium ausgewertet, dem Kreis Steinfurt zur Verfügung gestellt und anschließend in unsere GIS-Datenbank integriert. In Zusammenarbeit mit den Telekommunikationsunternehmen lassen sich so gezielte Maßnahmen zur Optimierung der Netzabdeckung entwickeln und Versorgungslücken systematisch schließen.
hat die WESt insgesamt in 2024 angeboten. Die Steigerung im Vergleich zum Vorjahr (81 Veranstaltungen / 4.600 Teilnehmende) zeigt den Bedarf und das große Interesse an dem vielfältigen Angebot. 55 Events wurden online angeboten, 46 in Präsenz. Mit jedem Event entsteht die Möglichkeit, wertvolle Kontakte zu knüpfen. Unsere Veranstaltungen bieten somit nicht nur wertvolles Wissen, sondern auch eine Plattform für den Austausch von Ideen und Erfahrungen,
Neben eigenen Formaten werden viele Veranstaltungen gemeinsam mit Partnerinstitutionen durchgeführt. Dieses sind insbesondere die Wirtschaftsförderungsgesellschaften benachbarter Münsterlandkreise, Mittelstand-Digital Zentrum Lingen.Münster.Osnabrück, FH Münster, IHK Nord-Westfalen, Wirtschaftsvereinigung Steinfurt e.V. (WVS), Kreishandwerkerschaft Steinfurt-Warendorf, BVMW (Bundesverband mittelständischer Wirtschaft) und viele weitere Institutionen wie auch viele Schulen und die Kommunen des Kreises Steinfurt.
Ein ganz besonder Dank gilt den Unternehmerinnen und Unternehmern im Kreis Steinfurt, bei denen die WESt Veranstaltungen vor Ort durchführen durfte. Mit beeindruckenden Best-Practice-Beispielen, Vorträgen, Betriebsbesichtigungen konnten sie viele wertvolle Impulse liefern.
Vielen Dank – die Veranstaltung hat wirklich Spaß gemacht und auch die Dialoge im Nachgang zeigen, dass wir zusammen gute Impulse setzen konnten.
Nicolas Lulay, COO secova GmbH & Co. KG, Referent & Gastgeber einer #Chefsache-Veranstaltung
Kreisweites Unternehmerfrühstück mit IHK Nord Westfalen
Unternehmerfrühstück bei apetito in Rheine
Unternehmerinnennetz-Treffen in Ochtrup
Auftaktveranstaltung "Digital Maker 2024"
Begrüßung und Moderation durch Christian Holterhues
Austausch bei einer #Chefsache-Veranstaltung in Rheine
Impulse von Olaf Heymann-Riedel zum Thema Wissensmanagement
Austausch bei der Betriebsplus-Preisverleihung
#Chefsache Veranstaltung zum Thema Wärmepumpentechnik
WiReSt-Workshop bei Fa. Nolte
WiReSt-Workshop
Glasfaser Qualitätskontrolle
Zu Gast bei der Fa. visunext SE in Emsdetten
Veranstaltung "Personalarbeit im Wandel"
Crossmedial informieren wir über aktuelle Veranstaltungen, Förderprogramme und unsere kostenfreien Beratungs- und Informationsangebote und stellen sicher, dass wichtige Entwicklungen in der Region wahrgenommen werden.
PR-Team (v.l.): Charlotte Stullich, Andrea Köning, Katrin Herbers
Im vergangenen Jahr haben wir ähnlich wie im Vorjahr 82 Presseaussendungen und 115 Presseveröffentlichungen erzielt. Hinzu kommen zahlreiche veröffentlichte Beiträge in regionalen Wirtschaftsmagazinen.
Die Followerzahlen auf den Kanälen Linkedin (+ 34 %) und Instagram (+ 9 %) sowie beim Newsletter (+ 18 %) konnten in 2024 weiter gesteigert werden auf insgesamt 4.600 Abonnenten.
Die Website, das quartalsweise erscheinende Magazin „Wirtschaft Münsterland für den Kreis Steinfurt“ (Auflagenhöhe: 9.160) sowie gezielte Mailingaktionen an Unternehmen tragen ebenso zur Verbreitung von wichtigen Informationen bei.
Die Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft Steinfurt ist eine 100 %ige Tochter der Beteiligungsgesellschaft des Kreises Steinfurt. Organe sind die Gesellschafterversammlung und die Geschäftsführung:
Vorsitzender der Gesellschafterversammlung: Dr. Martin Sommer
Stellvertretender Vorsitzender: Matthias Himmelreich
Geschäftsführung: Christian Holterhues
Gesellschafterversammlung der WESt:
In 2024 haben drei Gesellschafterversammlungen stattgefunden.
Die Sitzung im Juni fand bei der agn Niederberghaus & Partner GmbH in Ibbenbüren statt.
Seit April ist Sonja Raiber Prokuristin der WESt.
Ohne sie geht gar nichts: Beim Admin-Team laufen alle administrativen und organisatorischen Fäden zusammen.
Auch in diesen Bereichen wurden in 2024 zahlreiche neue Impulse gesetzt und Abläufe optimiert.
Markus Rößing
Buchhaltung / Controlling
Anne Böttick und Anja Bülters Assistenz der Geschäftsführung / Personal
Herausgeber:
Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft Steinfurt mbH Tecklenburger St.r 8 48565 Steinfurt www.westmbh.de
Verantwortlich: Christian Holterhues
Konzeption u. Redaktion: Andrea Köning, WESt mbH Videos: Carina Exeler/ Hendrik Hemelt, Kreis Steinfurt