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Geschäftsbericht

Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft Steinfurt mbH (WESt)
2025







Wirtschaft stärken. Zukunft sichern.







2025 - Ein Jahr zwischen Stabilität und Veränderungsdruck



Die Wirtschaft im Kreis Steinfurt ist resilient und dynamisch: Mehr als 16.000 Unternehmen, ein dichtes Netz aus Industrie, Handwerk und innovativen Mittelständlern - verwurzelt in der Region, wettbewerbsfähig weit darüber hinaus.

Doch die herausfordernden Entwicklungen des Jahres 2025 sind trotz der guten Substanz auch im Kreis Steinfurt spürbar: Es fehlen Fachkräfte, hohe Energiekosten belasten die Betriebe, Digitalisierung und KI verändern ganze Branchen. Und globale Lieferketten machen deutlich, wie verletzlich auch starke Regionen sein können. Wer sich heute nicht anpasst, verliert morgen den Anschluss.

Die WESt begleitet Unternehmen in diesem Wandel: Als Netzwerker, Brückenbauer und Impulsgeber bringen wir zusammen, was den Standort stärkt: Unternehmen, Hochschulen, Talente und Fördermöglichkeiten. Nicht von außen, sondern mitten aus dem Kreis heraus.



Gemeinsam für einen starken Standort!



Ihr Dr. Martin Sommer Landrat des Kreises Steinfurt

Ihr Christian Holterhues, Geschäftsführer WESt mbH



Wir unterstützen Gründende, Unternehmen und Kommunen im Kreis Steinfurt.

In 2025 haben wir

  • 279 Gründungsideen begleitet
  • 125 Unternehmen zu Förderprogrammen beraten
  • neue und auf große Resonanz stoßende Formate wie den KI-Stammtisch ins Leben gerufen
  • 7.700 Menschen in 111 Veranstaltungen erreicht
  • 13,4 Mio. € Einsparung im Glasfaserausbau erreicht
  • mit vielfältigen Angeboten den MINT-Nachwuchs inspiriert

Erfahren Sie in unserem Geschäftsbericht, was wir in 2025 für den Kreis Steinfurt bewirkt haben.



Wo wir stehen:

Die Wirtschaft im Kreis Steinfurt - Zwischen globalen Krisen und regionaler Stärke

Die geopolitischen Unsicherheiten und die bundesweit anhaltende Konjunkturschwäche zeigen auch in unserer Region ihre Auswirkungen.

Die Herausforderungen sind groß. Im überregionalen Vergleich schneiden wir im Kreis Steinfurt jedoch sehr gut ab!

























Mehr denn je stehen wir an einem Wendepunkt – mit großen Herausforderungen, aber auch außergewöhnlichen Chancen.

Anpassungsfähigkeit, Resilienz sowie der Wille, Transformation aktiv zu gestalten, sind dabei zentrale Erfolgsfaktoren.

Als Wirtschaftsförderung setzen wir genau hier an, mit dem Ziel, Unternehmen optimal zu unterstützen und den Standort zukunftsfähig zu machen.

Christian Holterhues

  • Bild: c_AdobeStock_432535288_Summit Art Creations



Gründung

Den Schritt in die Selbstständigkeit begleiten

Existenzgründungen sichern die Zukunftsfähigkeit des Standorts. Um die Gründungsdynamik zu sichern, braucht es gezielte Unterstützung bei Finanzierung, Qualifizierung und Zugang zu Netzwerken.



Wo wir stehen:

1.072

Unternehmensgründungen im Kreis Steinfurt in 2025 ingesamt

Damit belegt der Kreis Steinfurt münsterlandweit bei den Unternehmensgründungen den Spitzenplatz. (Quelle IHK/IT.NRW)





Die WESt ist zertifiziertes STARTERCENTER NRW für den Kreis Steinfurt und steht allen Gründungsinteressierten als neutrale Anlaufstelle kostenfrei zur Verfügung.



Die WESt-Gründungsberaterinnen Alina Overfeld (r.) und Mechthild Leiwering-Hillers (l.) begleiten Gründungsvorhaben und beraten vor und nach erfolgter Existenzgründung.



279

Einzelberatungen

führte das Gründungsteam in 2025 (VJ: 283) - davon 142 Fälle mit Arbeitslosengeld I- und 11 Fälle mit Bürgergeld-Bezug. Die hohen Zahlen resultieren aus der engen Kooperation mit der Arbeitsagentur.

Der Fokus lag dabei auf dem Dienstleistungssektor (34 %), gefolgt von Freiberuflern (20 %), Handwerk (14 %), Handel (11 %), Gastgewerbe (8 %) und Industrie (1 %). (12 % keine Angabe)

Die persönlichen Gründungsberatungen finden bei der WESt in Steinfurt wie auch regelmäßig vor Ort in den Kommunen des Kreises Steinfurt statt.



239.400

Fördermittel im Bereich Gründung akquiriert:



53 positive Tragfähigkeitsbescheinigungen zur Beantragung des Gründungszuschusses (insg. 95.400 €)

Der Gründungszuschuss der Agentur für Arbeit ist eine „Anschubfinanzierung“ für die ersten sechs Monate der Selbstständigkeit und kann danach für weitere neun Monate verlängert werden. Die WESt ist eine sogenannte „fachkundige Stelle“, die nach entsprechender Prüfung des Gründungsvorhabens eine Tragfähigkeitsbescheinigung ausstellt. Diese finanzielle Unterstützung kann gerade in den Anfängen einer Selbstständigkeit sehr hilfreich sein.

10 x positives Votum für innovative Geschäftsideen zur Beantragung des Gründungsstipendiums NRW (insg. 144.000 €)

Die WESt ist eines der 36 akkredierten Gründungsnetzwerke NRW, die eine Förderempfehlung für das Gründungsstipendium ausstellen können. Das Gründerstipendium NRW ist eine Initiative des Wirtschaftsministeriums des Landes. Stipendiaten erhalten ein Jahr lang eine Unterstützung von 1.200 Euro pro Monat. Ziel ist es, Gründende vor und zu Beginn ihrer Existenzgründung zu unterstützen, sodass sie in dieser anspruchsvollen Phase den Freiraum haben, sich voll und ganz auf die Vorbereitung und Umsetzung ihrer Geschäftsidee zu konzentrieren.

Ein Beispiel:

Gründungsberaterin Alina Overfeld mit Elena und Ricarda Weber

Erfolgreich Gründen mit dem Gründungsstipendium NRW: LOPPI-Gründerinnen Elena und Ricarda Weber teilen ihre Erfahrungen

LOPPI ist ein ganzjähriger Indoor-Kinderflohmarkt mit festen Öffnungszeiten – wie ein normales Geschäft, nur nachhaltiger. Familien können bei LOPPI Verkaufsregale mieten und ganz unkompliziert gut erhaltene Kleidung, Spielsachen und Ausstattung weiterverkaufen. LOPPI hat sich in Rheine so toll entwickelt, dass die Unternehmerinnen Anfang 2026 eine weitere Filiale in Münster eröffnen konnten.



Wissen & Know-How für Gründende

300

Teilnehmende an Gründungsveranstaltungen

Die WESt bietet - teils in Kooperation mit Partnerinstitutionen - regelmäßig Veranstaltungen rund um das Thema Gründung an, an denen in 2025 rd. 300 Interessierte teilgenommen haben:

  • Gründungsstammtisch und Gründungscouch
  • 1x1 der Buchführung
  • 1x1 der Selbstständigkeit
  • Steuertipps für Existenzgründende
  • Onlineformat „Soziale Gründungen“
  • "Offene Gründungsberatungen" (Online-Termine mit Erstinformationen für Gründungsinteressierte)
  • Wissensformate (Businessplan erstellen, Umsatzplanung, Steuern- und Sozialversicherungsbeiträge, Unternehmensrechtsformen, Businessmodel Canvas)



Zusammenarbeit mit Wirtschaftssenioren

Das Gründungsteam erhält wertvolle Unterstützung durch die Wirtschaftssenioren Osnabrück e.V. Als ehemalige Führungskräfte aus der Wirtschaft beraten sie ehrenamtlich zu den Themen Existenzgründung, Unternehmenssicherung und Unternehmensnachfolge. In Kooperation mit der WESt bieten sie im Kreis Steinfurt kostenfreie Beratungen und Seminare, darunter das Format „1 × 1 der Selbstständigkeit“, an.

Projekt Grünes Gründen

Unterstützung für ökologisch und/oder sozial nachhaltige Gründungsvorhaben

Zum Hintergrund

Mit dem im März 2024 gestarteten Verbundprojekt "Grünes Gründen Münsterland" möchten wir den regionalen Transformationsprozess durch innovative, ökologisch wertvolle Gründungsvorhaben vorantreiben. Das Projekt wird im Rahmen des EFRE-Aufrufs „Regio.NRW“ gefördert. Der Projektlead liegt beim Münsterland e.V., der mit acht Projektpartnern zusammenarbeitet. Das Projektvolumen für die WESt beträgt ca. 76.000 €, davon 80 % Förderung.

Das Projektteam möchte mit zielgerichteten Angeboten Gründende für das Thema Nachhaltigkeit begeistern, zum Umdenken bewegen und Gründungsideen unterstützen, die einen Beitrag zur ökologischen Transformation leisten.

Die WESt ist Partnerin des münsterlandweiten Projekts unter dem Lead des Münsterland e.V.

In 2025 fanden vielfältige Aktivitäten statt:

Online-Angebot "Deine Grüne Mittagspause"

Unter diesem Titel findet regelmäßig ein 20minütes Online-Meeting statt mit dem Fokus auf verschiedene Facetten der Nachhaltigkeit im Business - eine spannende Mischung aus Theorie und Praxis.

Green Community Breakfast

Dieses Format dient als Plattform für den Austausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft zu nachhaltigen Gründungen.

Mit dem Business Model Canvas zukunftsfähig gründen

Der Workshop vermittelte praxisnahe Einblicke in die Arbeit mit dem Business Model Canvas, einem der effektivsten Werkzeuge zur Entwicklung und Visualisierung von Geschäftsmodellen.



Fotoshooting für das Alltagshelferbrett

Gründungsberaterin Alina Overfeld begleitete die Gründerin Gudrun Denker zu einem professionellen Produktshooting, das im Rahmen des Projektes Grünes Gründen kostenfrei ermöglicht werden konnte. Die selbstständige Ergotherapeutin aus Emsdetten hat ein innovatives Küchenhilfsmittel geschaffen, das Menschen mit motorischen Einschränkungen mehr Selbstständigkeit im Alltag ermöglicht. Solche durchdachten und alltagsrelevanten Produktideen verdienen eine professionelle Präsentation.

Heute schon an morgen denken: Schulprojekt: Gründen lernen

Projekt "Zukunft unternehmen!"

Projektträger

Das Projekt wird von der WESt in Zusammenarbeit mit Lernen fördern e.V. und der Kreissparkasse Steinfurt umgesetzt, die auch finanziell unterstützen. Der größte Teil der Mittel stammt aus dem EU-Förderprogramm LEADER.

Das LEADER-Projekt "Zukunft unternehmen!" zielt darauf ab, Schülerinnen und Schüler im Kreis Steinfurt ab Klasse 9 für Social Entrepreneurship zu sensibilisieren.

Durch Workshops an Schulen sollen die Jugendlichen lernen, wie wirtschaftliches Handeln und gesellschaftliches Engagement zusammenwirken können. Sie erwerben praxisnah unternehmerische Kompetenzen, indem sie eigene nachhaltige und soziale Geschäftsideen entwickeln.

Projektpartnertreffen zum Auftakt im Februar 2025



Projektschritt 1: Ausbildung

23

Trainerinnen und Trainer ausgebildet

Kooperationspartner und zuständig für die Trainerausbildung ist die SEED (Social Entrepreneurship Education) aus Kiel.

In 2025 konnten 23 engagierte Personen - darunter Gründerinnen, Unternehmerinnen und Unternehmer, Coaches, Lehrkräfte und Studierende als Trainerinnen und Trainer ausgebildet werden.



Projektschritt 2: Workshops in Schulen

9

Schulen machen mit

Aufnahme der Zusammenarbeit mit 9 Schulen im Kreis Steinfurt. Insgesamt 16 Workshops sind geplant. Der erste Workshop fand bei den Technischen Schulen in Steinfurt statt. Insgesamt fanden in 2025 vier Workshops statt.

Der Workshop zum Thema Social Entrepreneurship war für unsere Schülerinnen und Schüler eine große Bereicherung. Die beiden Trainer haben mit ihrer offenen, motivierenden Art gezeigt, wie aus eigenen Beobachtungen konkrete Ideen und überzeugende Pitches entstehen können. Besonders wertvoll war die Erfahrung, dass jede und jeder selbst Veränderungen anstoßen kann: ein inspirierender Tag voller Gründer*innengeist.

Christina Klümper, Technische Schulen Steinfurt





Unternehmensservice

Unterstützen, Informieren, Vernetzen

Die WESt pflegt einen engen Austausch mit der Wirtschaft im Kreis Steinfurt. Wir stehen den Unternehmen im Kreis Steinfurt bei Transformation und Wachstum zur Seite.



Fördermittelberatung

Wir unterstützen Unternehmen bei der Auswahl geeigneter Förderprogramme für die jeweiligen spezifischen Vorhaben und begleiten bei Bedarf die Antragstellung. Dieser Service hilft Unternehmen dabei, finanzielle Unterstützung zu erhalten und Investitionen erfolgreich zu realisieren.



Varvara Leinz (Unternehmensservice) in einer Beratung.



> 200

Anfragen nach Förderprogrammen

hat die WESt in 2025 erhalten, die Nachfrage bewegt sich somit auf dem Vorjahresniveau. Daraus resultierten 125 individuelle Beratungstermine vor Ort, per Videokonferenz oder telefonisch. Unternehmen begrüßen eine schnelle & flexible Kommunikation.

TOP-Themen 2025 waren die zentralen Transformationsfelder im Mittelstand:

  • Weiterbildung/Qualifizierung
  • Digitalisierung & Künstliche Intelligenz
  • Allgemeine Fördermöglichkeiten & Finanzierung von Investitionen
  • nachhaltige Transformation
  • Nachfolge & Unternehmensübernahmen



Webinare & Events

für Unternehmen

Die WESt bietet Informationsveranstaltungen zu aktuellen Wirtschaftsthemen an und schafft inspirierende Networking-Angebote.

65

Veranstaltungen im Bereich Unternehmensservice

wurden in 2025 mit weiteren Partnerinnen und Partnern, insbesondere den benachbarten Wirtschaftsförderungsgesellschaften, organisiert und erfolgreich durchgeführt. 

Ca. 80 % der Veranstaltungen fanden online statt, 20 % in Präsenz.



Eine Auswahl:

Reihe #Fördermittel: 10 Webinare mit rd. 700 Teilnehmenden

Diese etablierte Veranstaltungsreihe von WESt und der Initiative TRAIN wurde auch in 2025 erfolgreich fortgesetzt. Stark nachgefragt waren insbesondere die Einsteiger-Webinare zur Nutzung öffentlicher Programme sowie das Thema Fördermittel im Bereich Qualifizierung und Weiterbildung.







Unternehmerinnennetz Kreis Steinfurt: 3 tolle Events mit rd. 260 Teilnehmenden

Das Unternehmerinnennetz Kreis Steinfurt ist eine etablierte und beliebte Plattform für Austausch, Vernetzung und Kooperation von unternehmerisch aktiven Frauen untereinander.

Drei erfolgreiche Unternehmerinnentreffen mit insgesamt 260 teilnehmenden Gründerinnen, Freiberuflerinnen, Selbstständigen und Frauen in Führungsposition aus der Region haben in 2025 stattgefunden, und zwar in Hörstel, Ibbenbüren und Rheine.

  • Bild: www.yetundeayenibabaeko.com
  • Bild: www.yetundeayenibabaeko.com

Unternehmerinnennetz-Treffen bei KTR Systems GmbH in Rheine





NEUES FORMAT: KI-Stammtisch für Unternehmen

4 Events mit rd. 450 Teilnehmenden

Fachimpulse mit Fokus auf praktische KI-Anwendungen im Unternehmen, Diskussion & Erfahrungsaustausch

Im Mai 2025 fand die Auftaktveranstaltung des neuen KI-Stammtisches im Kreis Steinfurt in Rheine statt. Drei weitere Treffen mit jeweils über 100 Teilnehmenden fanden in Lengerich, Laer und Emsdetten statt. „Wir sind begeistert von der Resonanz auf unser neues Format "KI-Stammtisch im Kreis Steinfurt" und stellen fest: Das Interesse an Künstlicher Intelligenz ist da, genauso wie der Bedarf an Austausch, Orientierung und konkreten Impulsen", so Varvara Leinz. Starke Unternehmen treffen auf innovative Start-ups, erfahrene Expertinnen und Experten und exzellente Forschungseinrichtungen. Beste Voraussetzungen also, um gemeinsam an Lösungen zu arbeiten.

Ich war gestern Teilnehmer des KI Stammtisches und möchte mich herzlich bedanken. Tolles Thema, guter Referent, super Lokalität.

Hilfreich ist die gebotene Gelegenheit, sich lokal zu vernetzen. Nimmt ein wenig die Unsicherheit, die man bei dem Thema hat. Der Wille und die Neugierde Use Cases anzugehen, ist jedenfalls geweckt!

Feedback eines Veranstaltungsteilnehmers

KI-Experte und Referent Michael Berndt

Wir wollen mit dem KI-Stammtisch einen Rahmen bieten – für vertrauensvolle Gespräche, gemeinsame Erfahrungen und ein starkes regionales Netzwerk.

Christian Holterhues

  • Bild: husare GmbH

PROJEKTE

Nachhaltigkeit in Agri-Food-Betrieben

EU-Projekt ESG4SMEs

Zum Hintergrund

Die Abkürzung „ESG“ steht für "Environmental, Social and Governance", auf Deutsch: Umwelt, Soziales und Unternehmensführung. Diese drei Säulen werden verwendet, um die Nachhaltigkeit sowie die ethischen Auswirkungen eines Unternehmens oder einer Organisation zu bewerten.

„Umwelt“ betrifft die Art und Weise, wie ein Unternehmen mit der natürlichen Umwelt interagiert, einschließlich seiner Praktiken bezüglich Umweltschutz, Ressourcennutzung und Klimawandel.

„Soziales“ bezieht sich auf die Beziehungen des Unternehmens zu seinen Mitarbeitern, Lieferanten, Kunden und den Gemeinschaften, in denen es tätig ist. Dazu gehören Themen wie Arbeitnehmerrechte, soziale Gerechtigkeit und Beiträge zur Gemeinschaft.

„Unternehmensführung“ umfasst die internen Systeme, Praktiken und Richtlinien, die bestimmen, wie ein Unternehmen geführt und kontrolliert wird. Dazu gehören u. a. Unternehmensethik, Transparenz, Geschäftspraktiken und Aktionärsrechte.

Auf EU-Ebene und in Deutschland ist das ESG-Konzept in mehrere gesetzliche Rahmen eingebettet (darunter EU-Taxonomieverordnung, Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD), Sustainable Finance Disclosure Regulation (SFDR) oder Deutscher Nachhaltigkeitskodex (DNK)).

Das EU-Projekt ESG4SMEs unterstützt kleine und mittlere Unternehmen im Agri-Food-Bereich bei ihrer nachhaltigen Transformation entlang der ESG-Kriterien (Umwelt, Soziales, Unternehmensführung). Ziel ist es, Betriebe fit für steigende regulatorische Anforderungen zu machen und gleichzeitig ihre Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.

Die WESt ist Projektpartnerin des internationalen Projektkonsortiums, das gemeinsam an Maßnahmen arbeitet, um die Kompetenzen und Fähigkeiten von Unternehmensverantwortlichen im Themenfeld ESG zu stärken.

Kernthemen des Projekts

- Entwicklung des Profils des ESG-Managers und eines ESG-Lehrplans;

- Entwicklung und Pilotierung eines Kurses für berufliche Bildung im Themenfeld ESG-Transformation von KMUs;

- Entwicklung eines Simulationsspiels (App) zur Verbesserung der Kompetenzen und Fähigkeiten von Unternehmensverantwortlichen im Themenfeld ESG;

- Erstellung eines Policy-Handbuchs mit Empfehlungen für politische Entscheidungsträger zur Förderung der ESG-Praktiken und zur Verfechtung des ESGM-Profils auf EU-Ebene.

Zwischenbilanz und Partnertreffen

Internationales Projekttreffen in Münster

Entwickelt wurden bereits das Profil des ESG-Managers und ein ESG-Curriculum - beides steht auf der Website zum Download bereit. In 2025 wurden die Weiterbildungsmodule und die Inhalte der App fertiggestellt, die Materialien in die Landessprachen der Partnerländer übersetzt und über eine Online-Plattform öffentlich zugänglich gemacht.

Das Projektkonsortium traf sich im Juli 2025 in Münster beim Leadpartner ACEEU (Accreditation Council for Entrepreneurial and Engaged Universities). Für den Kreis Steinfurt nahmen Varvara Leinz, Unternehmensservice WESt mbH, und Ursula Wermelt, Projektkoordinatorin energieland2050 e.V. teil. Das Programm umfasste mehrere Vorträge, Führungen, Austauschrunden und Workshops. 

https://esg4smes.eu/de/



Wirtschaftliche Resilienz im Kreis Steinfurt

Projekt WiReSt

Projektträger

Das Vorhaben „Wirtschaftliche Resilienz im Kreis Steinfurt (WiReSt)“ wurde innerhalb des Programms Region gestalten des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen in Zusammenarbeit mit dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung gefördert. Es handelt sich um ein Gemeinschaftsprojekt der Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft Steinfurt mbH (WESt mbH), die die Projektleitung innehatte, und der FH Münster.

Ausgangslage

Lieferengpässe, volatile Rohstoffmärkte und fragile globale Wertschöpfungsketten prägen zunehmend den Unternehmensalltag. Lieferketten-Resilienz ist heute eine zentrale Voraussetzung für Wettbewerbsfähigkeit und Zukunftssicherheit. Gerade kleine und mittelständische Unternehmen im Kreis Steinfurt benötigen hierfür praxisnahe, regional verankerte Unterstützung.

Projektabschluss September 2025

Das gemeinsam mit der FH Münster umgesetzte Projekt WiReSt - Wirtschaftliche Resilienz im Kreis Steinfurt - hat praxisnahe Instrumente zur Stärkung resilienter Lieferketten entwickelt. Ziel war es, durch anwendungsorientierte Methoden, digitale Tools und gezielten Wissenstransfer Unternehmen wirksam zu befähigen. Begleitet wurde das Vorhaben durch einen Projektbeirat mit zentralen Akteuren aus Wirtschaft und Verwaltung.

170 Teilnehmende an 6 Praxisworkshops

Insgesamt fast 170 Teilnehmende bereicherten die Inhalte und Diskussionen der 6 Praxisworkshops im Projektverlauf und der abschließenden Ergebnispräsentation bei der Schmitz Cargobull AG im Februar 2025.

5 Pilotunternehmen

Die Entwicklung und Optimierung des Frühwarnsystems wurde durch das Engagement von 5 Pilotunternehmen maßgeblich mitgestaltet.

Präsentation der Projektergebnisse

Im Januar 2025 erfolgte die Vorstellung und fachliche Diskussion der Regionalanalyse mit den kommunalen Wirtschaftsförderungen und Bauleitplanungen der Kommunen sowie der Regionalplanung der Bezirksregierung. Überregionale Aufmerksamkeit und Anerkennung erlangten die Projektergebnisse beim Forum Deutscher Wirtschaftsförderungen in Frankfurt im November 2025 vor einem großen Fachpublikum.

Zentrale Werkzeuge

- Regionale Risikoanalyse & Methodik

- Quick Checks zur Selbstbewertung

- Strategiedokument & Praxis-Guide

- Frühwarnsystem

- Globales Analyse-Dashboard

Zentrale Themenfelder der Praxisworshops

- Digitalisierung

- Risikomanagement

- Lieferantenmanagement

- Globale Lieferketten

- Regionale Lieferketten

- Innovationsmanagement



Finale Erkenntnisse

Resilienz entsteht durch funktionale Schnittstellenakteure, belastbare Daten, intelligente Tools und starke regionale Netzwerke.

- Eine einheitliche „Supply Chain der Zukunft“ existiert nicht – entscheidend sind Struktur, Lernfähigkeit und Innovationskultur.

- Resilienz ist ein Gemeinschaftsprojekt innerhalb von Unternehmen und in der Region.

- Es braucht keine Perfektion, sondern Mut zum ersten Schritt – und den richtigen Impuls zur richtigen Zeit.



Projektkoordinatorin Mechthild Leiwering-Hillers

  • Bild: c_AdobeStock_381103352_littlewolf1989

Digitale Transformation in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie

Projekt DIGIFABS

Zum Hintergrund

Das Projekt “DigiFaBs Digital Change Agents for Food and Beverage SMEs” wird durch die EU-Erasmus-Partnerschaften für Innovationsallianzen finanziert und von der FH Münster koordiniert. Das Projekt bringt ein Konsortium von 14 Partnern aus sieben europäischen Regionen zusammen. Dazu gehören fünf Hochschuleinrichtungen, zwei Berufsbildungseinrichtungen, vier KMU, eine regionale öffentliche Einrichtung, ein Sozialpartner und eine NGO, die alle daran arbeiten, den Food- & Beverage-Sektor voranzubringen. Die Lebensmittel- und Getränkeindustrie ist der größte Produktionssektor in der Europäischen Union.



Die DigiFABS-Bootcamps unterstützten Unternehmen aus der Lebensmittel- und Getränkebranche dabei, digitale und nachhaltige Lösungen für aktuelle Herausforderungen zu entwickeln. In interaktiven Online-Sessions standen Themen wie KI, Digitalisierung, Nachhaltigkeit und resiliente Geschäftsmodelle im Fokus. Die Unternehmen profitierten besonders vom Austausch mit Hochschulen, praxisnahen Workshops und neuen Innovationspotentialen.

Im Rahmen der DigiFABS Sommerschule kamen Studierende der FH Münster mit Studierenden aus mehreren europäischen Ländern in der Slowakei zusammen, um gemeinsam an digitalen Innovationen für die Lebensmittel- und Getränkebranche zu arbeiten. In Workshops und Teamprojekten sammelten die Teilnehmenden internationale Praxiserfahrung und entwickelten gemeinsam neue Ideen für die digitale Transformation von Unternehmen.

Die SME Goes Digital Challenge brachte Unternehmen, Hochschulen und Studierende zusammen, um praxisnahe digitale Lösungen für Unternehmen der Lebensmittel- und Getränkebranche zu entwickeln. In interdisziplinären Teams arbeiteten die Teilnehmenden an realen Herausforderungen aus den Unternehmen – von der Ideenentwicklung bis zum finalen Pitch. Aus dem Kreis Steinfurt nahm u. a. die Essmanns Backstube GmbH aus Altenberge teil. Für die Unternehmen bot die Challenge die Möglichkeit, neue Perspektiven, innovative Ansätze und konkrete Lösungsideen für ihre digitale Transformation zu erhalten. Gleichzeitig entstand ein direkter wertvoller Austausch mit Studierenden und Lehrenden der FH Münster.

Das DIGIFABS-Konsortium tagte 2025 in Irland. Für die WESt nahm Sonja Raiber an dem Projektpartnertreffen teil. Die Verantwortlichen präsentierten den aktuellen Stand ihrer Arbeitspakete.

Gerade kleine und mittlere Unternehmen aus dem Kreis Steinfurt bekommen so wertvolle Impulse im Bereich der digitalen Transformation.

Sonja Raiber



Projektübersicht

Die WESt ist aktuell Partnerin bei folgenden nationalen und internationalen Förderprojekten:



Folgendes weiteres Projekt hat die WESt in 2025 betreut:

2.000 x 1.000 Euro für das Engagement

Die Landesregierung NRW startete im Jahr 2021 mit ersten Maßnahmen zur Umsetzung der Engagementstrategie. Hierzu gehört auch das Förderprogramm "2.000 x 1.000 Euro für das Engagement".

In der Förderperiode 2025 übernahm die WESt die Betreuung des Projektes. Viele schöne Ideen, die im Rahmen des Schwerpunktes "Engagiert in die Zukunft - junges Engagement fördern und neue Projekte gestalten" bei uns eingereicht wurden, konnten gefördert werden.



Projektaufruf Regio.NRW - Transformation

Der Projektaufruf des Landes ist ein Instrument, um die Regionen beim Ausbau und der Weiterentwicklung ihrer Stärken zu unterstützen. Es sollen Vorhaben gefördert werden, die einen entscheidenden Beitrag dazu leisten, regionale Transformationsprozesse mit Blick auf die spezifischen Profile der Regionen erfolgreich zu gestalten.

Gesamtvolumen: ca. 13 Mio. € für die Region Münsterland



WESt an 4 neuen Projekten mit einem Gesamtvolumen von 5 Mio. € beteiligt:

  • Regionale Netzdienliche Energieverbünde in Gewerbegebieten (ReNET-EV): Entwicklung von Konzepten für kooperative Energiesysteme in Gewerbegebieten mit Hilfe von digitalen Zwillingen, u.a. an Pilotstandorten in Hörstel und Ibbenbüren
  • TOR@Münsterland: Stärkung mittelständischer Unternehmen durch KI Tools und Leadership-Programme zur Erhöhung ihrer Resilienz.
  • Zukunft Unternehmensnachfolge Münsterland: Begleitung von Unternehmensübergebenden bei Nachfolge, Innovation und Transformation.
  • Allianz zirkuläres Bauen (AziBauM): Förderung zirkulärer Baukonzepte durch Wissenstransfer und ein regionales Demozentrum.

Projektstarts geplant ab Quartal II/2026



TRAIN Transfer - Innovation - Steinfurt

Eine gemeinsame Initiative der WESt und der FH Münster zur Förderung des Wissens- und Technologietransfers im Kreis Steinfurt

TRAIN ist eine wichtige Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Wirtschaft mit dem Ziel, das Innovationspotenzial der Unternehmen im Kreis Steinfurt zu stärken. Die Initiative wurde 2001 von der FH Münster und der WESt ins Leben gerufen. Zum TRAIN-Team gehören Stefan Adam, Luana Sommer und Sarah Schönfelder.

Innovationsberatung

Im Jahr 2025 führte TRAIN etwa 30 Beratungsgespräche im Bereich Innovation und Förderung mit Unternehmen aus dem Kreis Steinfurt durch, u. a. im Rahmen der Reihe "Wirtschaft vor Ort", einer gemeinsamen Aktion der WVS und WESt. Stefan Adam informierte hierbei über die Möglichkeiten einer Zusammenarbeit mit der FH Münster.

Wissenstransfer

Prof. Dr.-Ing. Miriam Laubrock stellte die Labore für Werkstoff-, Füge- und Oberflächentechnik sowie die aktuellen Forschungsschwerpunkte vor.

34 Veranstaltungen mit rund 1.900 Anmeldungen hat das TRAIN-Team – teils in Kooperation mit weiteren Partnern – im vergangenen Jahr organisiert. Im Rahmen von verschiedenen informativen Veranstaltungsformaten wird ein enger Austausch zwischen Hochschule und Wirtschaft gefördert und die unterschiedlichen Kompetenzen werden gewinnbringend miteinander vernetzt. Im folgenden einige Beispiele:

#Chefsache

Mit der WESt wurde gemeinsam die Reihe #Chefsache fortgeführt. Dabei ging es um die Themen „KI im Unternehmen“ bei der CLK GmbH in Altenberge und „IT-Sicherheit von eingebetteten Systemen“ auf dem Technologie-Campus Steinfurt der FH Münster mit dem Praxispartner Elmos Semiconductor SE, der mit Mitarbeitenen im GRIPS III ansässig ist.

Im Fokus dieser Veranstaltungsreihe stehen Impulse und Best-Pracice-Beispiele aus Wirtschaft und Wissenschaft zu aktuellen (Zukunfts-)Themen.

#Laborgespräch

In 2025 starteten die Initiative TRAIN und die WESt mbH mit dem neuen Format #Laborgespräch. Ziel ist es, den Dialog zwischen Wissenschaft und Wirtschaft zu fördern, gemeinsame Innovationspotenziale zu erschließen und über die individuellen Anforderungen aus der unternehmerischen Praxis zu sprechen.

Folgende Labore öffneten in 2025 für Fach- und Führungskräfte aus dem Kreis Steinfurt ihre Türen:

- Labor für Kunststofftechnologie und Makromolekulare Chemie

- Labor für Werkstofftechnik, Fügetechnik und Oberflächentechnik



fhorum Fachkräfte

Das Dialogformat fand in 2025 zweimal statt, und richtete sich an Personalverantwortliche wie auch an Studierende. Gemeinsam arbeitet man an den Themen Personal, Recruiting und Fachkräftemangel, diskutierte und tauscht sich aus. Der Fokus des jeweiligen Treffens wird mit den HR-Verantwortlichen gemeinsam erarbeitet und mit Praxisbeispielen von Unternehmen hinterlegt. Wissenschaftlicher Input kommt aus der FH Münster.

Fokus Innovation

Diese Workshop-Reihe bietet mittelständischen Fach- und Führungskräften aus dem Münsterland konkrete Unterstützung, um ihre Innovationskraft zu stärken.

In insgesamt sechs Veranstaltungen gaben Expertinnen und Experten einen Überblick über die wichtigsten Grundlagen und Erfolgsfaktoren zur Steigerung der Innovationsfähigkeit des eigenen Unternehmens.

Fokus Innovation ist ein gemeinsames Veranstaltungsangebot der Wirtschaftsförderungsgesellschaften der Kreise Borken, Coesfeld, Steinfurt und Warendorf, der TAFH Münster GmbH sowie des Mittelstand-Digital Zentrums Lingen.Münster.Osnabrück.

WOMEN@Campus

Berufsperspektiven für vor allem MINT-Studentinnen schärfen, Netzwerke aufbauen, andere Frauen unterstützen, ihnen Tipps geben, sie mit den Geschichten des eigenen Werdegangs inspirieren und eine Brücke für die eigene Karriere bauen: Darum ging es in der zweiten Auflage von WOMEN@Campus.

Das Event brachte Studentinnen, Professorinnen und Lehrbeauftragte, Beschäftigte, Gründerinnen, Frauen in Leitungspositionen und in MINT-Berufen aus dem Münsterland auf dem Technologie-Campus Steinfurt zusammen.

Messen & Fachforen

Jugend forscht & Jugend forscht junior

Die FH Münster und das TRAIN-Team richteten in 2025 zum zweiten Mal den Regionalwettbewerb Jugend forscht & Jugend forscht junior für das Münsterland aus und brachte dazu insgesamt 194 Schüler und Schülerinnen mit 96 Projekten in den Fachbereichen Physik, Chemie, Biologie, Technik, Mathematik und Informatik, Geo- und Raumwissenschaften sowie Arbeitswelt auf dem Technologie-Campus Steinfurt zusammen.

Der Jugend forscht Regionalwettbewerb Münsterland ist der zweitgrößte in NRW. Wer hier gewinnt, qualifiziert sich für den Landeswettbewerb, die dortigen Sieger wiederum qualifizieren sich für den Bundesentscheid. Jugend forscht ist Deutschlands größter Nachwuchswettbewerb in Naturwissenschaften und Technik.

Effizienz Forum Wirtschaft 2025

Zusammen mit der Effizienz-Agentur NRW und weiterer Partner unterstützte TRAIN bei der Planung und Durchführung des Effizienz Forum Wirtschaft 2025 auf dem Technologie-Campus Steinfurt der FH Münster. Über 300 Personen besuchten die Fachvorträge und die Ausstellung zu ressourceneffizienter Wirtschaftsweise.

Das Forum ist die von zahlreichen regionalen Partnern aus dem Münsterland etablierte Plattform für die Vernetzung von Unternehmern, Unterstützern und Anbietern praxisorientierter Lösungen mit dem Ziel, Material-, Energie- und CO2-Einsparungen in produzierenden Unternehmen zu realisieren.



Karrieremesse FH-Firmentag 24 Unternehmen aus dem Kreis dabei

Am Stand der WESt beim FH-Firmentag 2025

84 Unternehmen verschiedener Größenordnung, - sowohl regional als auch weltweit agierende Player - nahmen an dem Firmentag 2025 teil, darunter 24 aus dem Kreis Steinfurt. Auch die WESt war mit einem eigenen Stand vertreten, um auf die vielfältige Unternehmenslandschaft im Kreis Steinfurt sowie auf aktuelle Stellenausschreibungen aus der Wirtschaft aufmerksam zu machen.





Aktuelle Projekte, an denen Unternehmen aus dem Kreis Steinfurt beteiligt sind

INTERREG-Projekt NanoDetect

  • Bild: TAFH Münster GmbH/Stefan Adam

Kick off zum Projektstart NanoDetect

Das Anfang 2025 gestartete deutsch-niederländische Forschungsprojekt unter Federführung der FH Münster widmet sich über vier Jahre der Verbesserung eines neuartigen In-vitro-Diagnoseverfahrens, der sogenannten Relaxometrie. Dabei werden Nanodiamanten als optische Sensoren in lebende Zellen eingebracht, um damit einzelne Tumorzellen mit abweichendem Stoffwechsel zu identifizieren. Beteiligt ist neben der FH Münster, der TAFH Münster GmbH und Partnern aus Groningen, Osnabrück und Leipzig auch das Unternehmen Jüke Systemtechnik GmbH aus Altenberge. Hier fließen von der Gesamtfördersumme in Höhe von ca. 3,4 Mio. € ca. 1,5 Mio. € in den Kreis Steinfurt.



INTERREG-Projekt PRECISE

In diesem deutsch-niederländischen Projekt werden über vier Jahre drei innovative Werkzeuge für eine präzise Markierung und chirurgische Entfernung von Tumoren im Verdauungstrakt entwickelt. Von den ca. 3,4 Mio. € an Fördermitteln fließen ca. 1,3 Mio. € an die Partner aus dem Kreis Steinfurt (FH Münster (Fachbereich Physikingenieurwesen), Stiftung Mathias-Spital Rheine, KánMedim UG).

Zwei EFRE-Projekte der FH Münster mit Partnern aus dem Kreis Steinfurt

sind in 2025 gestartet: KlärKraftWende und FHeat-Connect. Sie werden mit ca. 1,75 Mio. € durch die EU und das Land NRW gefördert.

FHeat.connect

In FHeat.connect wird ein digitales, frei zugängliches Planungswerkzeug für Wärmenetze entwickelt, das speziell auf kleine und mittlere Kommunen zugeschnitten ist. Das Projekt soll dabei unterstützen, die Wärmewende schnell und fundiert umzusetzen. Ziel ist es, den Ausbau treibhausgasneutraler Wärmenetze zu erleichtern und damit die regionale Wertschöpfung und Versorgungssicherheit langfristig zu verbessern. Gleichzeitig soll Wärme für die Verbraucherinnen und Verbraucher bezahlbar bleiben.

KlärKraftWende

Im Vorhaben KlärKraftWende stehen die kommunalen Kläranlagen im Münsterland im Fokus. Am Beispiel von vier kommunalen Kläranlagen untersuchen Prof. Brügging und sein Team, wie sich erneuerbare Energien, Speichertechnologien, integrierte Abwärmenutzung und die Erzeugung von grünem Wasserstoff technisch und wirtschaftlich sinnvoll kombinieren lassen.

Food Empowerment ist ein weiteres Projekt, das in 2025 startete mit dem Ziel, nachhaltige Ernährungskonzepte im Rheinenser Quartier Schotthock zielgruppengerecht und kultursensibel zu etablieren, wobei ein Schwerpunkt auf den beteiligten Schulen liegt.

Insgesamt konnten so in Summe fünf größere Vorhaben mit einem Fördervolumen von ca. 5 Mio. € für die FH Münster und ihre Partner aus dem Kreis Steinfurt akquiriert werden.

Stefan Adam, TRAIN

  • Bild: Stefan Adam

Fachkräfte

Nachwuchs- und Fachkräfte gewinnen und sichern

Der Mangel an qualifizierten Arbeitskräften ist weiterhin das größte Wachstumshemmnis für Unternehmen im Kreis Steinfurt. Unsere Maßnahmen zielen darauf ab, Betriebe bei der Gewinnung und Sicherung von Fachkräften zu unterstützen.





zdi-Zentrum Kreis Steinfurt

Regionales Netzwerk zur MINT-Förderung

Ein wichtiger Baustein im Kreis Steinfurt ist die MINT-Förderung, denn seit Jahren herrscht insbesondere in diesem Bereich ein deutlicher Mangel an Nachwuchskräften. Der MINT-Herbstreport 2025 vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) offenbart eine Lücke von über 160.000 MINT-Fachkräften deutschlandweit - ein struktureller Engpass, der sich auch auf Zukunftsthemen wie Digitalisierung und Klimaschutz auswirkt. Frauen sind dabei deutlich unterrepräsentiert. MINT - das steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik



Das Fachkräfte-Team Gabi Wenke (r.) und Dr. Wiebke Wesseling (l.)



Unternehmen mit den potentiellen Nachwuchskräften von Morgen zusammenzubringen und jungen Menschen spannende Einblicke in MINT-Ausbildungs- oder (duale) Studiengänge zu bieten - das steht im Fokus des zdi-Zentrums Kreis Steinfurt.

Mit praxisnahen Angeboten in Unternehmen und Schulen erhalten Schülerinnen und Schüler spannende Einblicke in die Berufswelt und Unternehmen kommen frühzeitig in Kontakt mit potentiellen Nachwuchskräften. Dadurch wird langfristig der Nachwuchs auf Kreisebene gesichert.

282

Partnerinnen und Partner

gehören zum Netzwerk (VJ: 276), welches das zdi-Zentrum Kreis Steinfurt seit der Gründung in 2014 auf- und stetig weiter ausgebaut hat. Dazu zählen

  • 173 Unternehmen
  • 59 Bildungseinrichtungen
  • 50 sonstige Institutionen

Die Zusammenarbeit innerhalb des Netzwerks ist sehr positiv und produktiv. Die Netzwerkmitglieder engagieren sich sowohl inhaltlich als auch organisatorisch in der Projektarbeit. Schulen und Unternehmen werden bewusst aktiv in die Konzipierung der Maßnahmen einbezogen.

Im Bereich der MINT-Förderung und Nachwuchsgewinnung setzen wir insbesondere auf Angebote wie MINT-Rallyes, MINT-Patenschaften, Praxis-Workshops für Lehrpersonen etc.

Zudem bietet uns das Förderprogramm zdi-BSO-MINT die Möglichkeit, bei Maßnahmen zur vertieften Berufs- und Studienorientierung im MINT-Bereich zu unterstützen. Die Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit und das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW tragen das Programm jeweils hälftig.

Fortgeführt wurde in 2025 auch die Zusammenarbeit mit der FH Münster beispielsweise im Rahmen des Projekts "Richtungswechsel", das sich schwerpunktmäßig mit der Vermittlung von Studienabrecherinnen und Studienabbrechern sowie der Bewerbung dualer Studiengänge befasst.





Unternehmen und Fachkräfte von Morgen zusammenbringen:

MINT-Rallyes

Unternehmen kommen für einen Vormittag in die Schule und stellen sich und ihre Berufe sowie (dualen) Studiengänge in praxisnahen Workshops vor.



104

Unternehmen bei MINT-Rallyes dabei

und damit 8 mehr als im Vorjahr. Die Nachfrage seitens der Unternehmen wie auch der Schulen ist unvermindert hoch.

  • 8 MINT Rallyes hat das zdi-Team in 2025 organisiert (VJ: 7)
  • 416 Workshops durchgeführt. (VJ: 384)
  • 840 Schülerinnen und Schüler wurden für MINT begeistert (VJ: 678).

Zahlreiche Praktikumsplätze vermittelt

MINT-Rallyes bieten sowohl wertvolle Impulse als auch konkrete Ergebnisse in Form von Praktika, die Jugendliche aufgrund ihrer Erfahrungen anschließend bei den teilnehmenden Unternehmen absolvierten.

Best-Practice

Die in Steinfurt entwickelten Konzepte der MINT-Rallye wie auch der MINT-Ideathon wurden als Best-Practice-Beispiele für andere zdi-Netzwerke bei zdi.NRW aufgenommen. Hieraus ergaben sich in 2025 zahlreiche Anfragen und Austauschtreffen mit anderen zdi-Netzwerken aus NRW.

NEU: MINT-Rallye#job2go Zielgruppe Arbeitssuchende

Dieses neue Format fand in Kooperation mit dem Jobcenter AöR des Kreises Steinfurt in den Räumlichkeiten der Kreishandwerkerschaft Steinfurt Warendorf in Rheine statt. Um sich ein Bild von diesem Event zu machen, hospitierte Georg Mertens vom NRW-Wissenschaftsministerium, der sich sehr beeindruckt zeigte.

150

Interessierte informierten sich

und nutzten die Gelegenheit, regionale Unternehmen und ihre Ausbildungs- und Stellenangebote kennenzulernen. 44 davon haben anschließend eine Beschäftigung aufgenommen.

Orga-Team und Gastgeber sind erfreut, dass das neue Format so gut angenommen wurde.



MINT-Patenschaften

Gabi Wenke (1.r.) und Dr. Wiebke Wesseling (4.v.l.) überreichten die MINT-Patenurkunde an die Marienschule Emsdetten und Feldhaus GmbH & Co. KG. Einmal pro Woche erhielten die Jugendlichen dort Einblicke ins Arbeitsleben.

sind individuell gestaltete Kooperationen zwischen Unternehmen und Schulen oder anderen Institutionen. Sie werden vom zdi-Zentrum Kreis Steinfurt koordiniert und durch eine Patenurkunde besiegelt.

3

neue MINT-Patenschaften mit 3 Schulen und 5 Unternehmen

wurden in 2025 geschlossen.



Insgesamt gibt es im Kreis Steinfurt inzwischen 14 MINT-Patenschaften - weitere sind in Planung.

zdi-BSO-MINT

Förderprogramm für Maßnahmen zur vertieften Berufs- und Studienorientierung

Was ist zdi-BSO-MINT

Es ist ein zdi-Gemeinschaftsprogramm zur vertieften Berufs- und Studienorientierung (BSO) im Bereich MINT. Das Förderprogramm soll Schülerinnen und Schülern ab der Klasse 7 allgemeinbildender Schulen einen detaillierten Einblick in MINT-Fächer ermöglichen und damit die Ausbildungs- und Studienneigung fördern.

Zur Verfügung stand in 2025 ein Budget von

178.135

für vertiefte Berufs- und Studienorientierung im Kreis Steinfurt

- 59 Kurse wurden in 2025 für

- 938 Teilnehmende angeboten

Das zdi-Zentrum Kreis Steinfurt unterstützt bei der Realisierung von außerschulischen MINT-Maßnahmen. Die Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit und das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW tragen die Finanzierung des Programm jeweils hälftig.

  • Bild: EV-Fotos: Riese

Vom Schulbus zum Medienmobil: Das zdi-BSO-MINT-Projekt bot den Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums Martinum Emsdetten praxisnahe Lernerlebnisse.



NEUES FORMAT: MINT-Ideathon

Im Rahmen von zdi-BSO-MINT fand erstmalig ein MINT-Ideathon statt. Dabei entwickelten Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit Lehrpersonen sowie Unternehmens- und FH-Vertretenden drei neue Workshop-Konzepte, die alle als förderwürdig genehmigt wurden.

Dr. Wiebke Wesseling (2.v.r.) beim MINT-Ideathon

Ich glaube, das ist das Schöne an diesem Workshop: Hier werden die Ideen von Schülerinnen und Schülern, Lehrpersonen und Unternehmen in Einklang gebracht.

Ein Unternehmensvertreter

Vereinbarkeit von Pflege & Beruf

Ein strategischer Beitrag zur Fachkräftesicherung

Die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege ist eine Herausforderung, die heute viele Beschäftigte und Betriebe betrifft und in Zukunft – bedingt durch den demographischen Wandel – stark an Bedeutung gewinnen wird.

Das Netzwerk Beruf und Pflege im Münsterland unterstützt die Unternehmen in der Region dabei als direkter Ansprechpartner vor Ort.

Es zeigt, wie sich Arbeits- und Pflegewelt besser verzahnen lassen und wie Unternehmen ihren Mitarbeitenden Sicherheit und Flexibilität im Umgang mit dieser herausfordernden Lebensphase geben können.



Großes Interesse bei zwei gut besuchten Veranstaltungen:

  • Erfahrungsberichte aus der Praxis und Update zum NRW-Programm "Vereinbarkeit Beruf & Pflege"
  • Unterstützungsstrukturen zur Weiterentwicklung der eigenen Unternehmenspraxis



Kreis & WESt als Best Practice

Als Teilnehmer des "Landesprogramms zur Vereinbarung von Beruf und Pflege NRW" haben der Kreis Steinfurt wie auch die WESt vor einiger Zeit die Charta zur Vereinbarkeit von Beruf & Pflege unterzeichnet. Besonders freuen wir uns, nun mit unseren Maßnahmen als Best-Practice-Beispiel auf der Website "Netzwerk Beruf + Pflege Münsterland" gelistet zu sein.

Christian Holterhues, Landrat Dr. Martin Sommer und Thomas Ostholthoff (Haupt- und Personalamt Kreis Steinfurt)









Bündnis "Arbeit und Inklusion im Kreis Steinfurt"



Ein Highlight der vielfältigen Aktionen des Bündnisses für Arbeit und Inklusion im Kreis Steinfurt war u.a. die Aktionswoche unter dem Motto:

Vielfalt sichtbar machen, Chancen ermöglichen

Mit der Aktionswoche „Inklusion und Arbeit“ hat die WESt gemeinsam mit zahlreichen Partnern ein starkes Zeichen für Teilhabe im Berufsleben gesetzt.

Vom 7. bis 11. April 2025 stand der Kreis Steinfurt im Zeichen von Begegnung, Aufklärung und Zusammenarbeit – mit dem Ziel, Menschen mit Behinderung und Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber aus der Region zusammenzubringen. Angeboten wurden zwölf Veranstaltungen, sowohl online als auch in Präsenz, mit inspirierenden Vorträgen, praxisnahen Workshops und spannenden Austauschformaten.



Inklusion ist ein echter Gewinn für Unternehmen, Beschäftigte und die Gesellschaft. Unsere Aktionswoche hat gezeigt, wie vielfältig, praxisnah und bereichernd Inklusion sein kann – wenn man ihr Raum gibt.

Christian Holterhues

Marketing-Preis Münster-Osnabrück

Den Sonderpreis stellvertretend für alle Beteiligten entgegen nahmen Frank Tischner und Christian Holterhues. Links: Thomas Hans (Präsident Marketing-Club), rechts: Jörg Kersten (Agentur medlay)

Mit einem Sonderpreis zeichnete der Marketing Club Münster-Osnabrück bei der Verleihung des Marketingspreises 2025 die Kampagne „Inklusion Münsterland“ aus. Thomas Hans würdigte als Präsident des Marketing Clubs vor allem das breit aufgestellte Aktionsbündnis und das Ziel der Kampagne, die Anzahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungen für Menschen mit Behinderung im Münsterland zu erhöhen.







Standort Kreis Steinfurt

Zukunftsgerichtete und nachhaltige Standortenwicklung

Verfügbare und zukunftsfähige Flächen sind der Schlüssel für Wachstum. Wir unterstützen die Kommunen bei der Standort- und Gewerbeflächenentwicklung, insbesondere im Kontext aktueller Herausforderungen in den Bereichen Planung, Recht und Nachhaltigkeit.



38

an die WESt gerichtete Anfragen nach Immobilien und Gewerbeflächen

gab es in 2025. Das ist eine leichte Steigerung im Vergleich zum Vorjahr (33) - dennoch zeigt sich aufgrund der anhaltenden schwierigen wirtschaftlichen Lage eine deutliche Zurückhaltung bei Unternehmen und Investoren. Eingehende Flächenanfragen leitet die WESt an die Kommunen weiter und pflegt den regelmäßigen Austausch mit allen Beteiligten.

40

aktuelle Inserate in der Gewerbeimmobilienbörse

Mit der Gewerbeimmobilienbörse bietet die WESt einen kostenfreien Service für die Vermittlung von verfügbaren Büros, Ladenlokalen, Hallen und Produktionsflächen im Kreis Steinfurt. Das Tool bietet zahlreiche Such- und Filterfunktionen und eine übersichtliche Karten- und Listenansicht.

  • Bild: Stefan Klausing | Gemeinde Neuenkirchen

Referenten und Orga-Team der Fachveranstaltung in Neuenkirchen

120

Teilnehmende an Fachveranstaltungen

Zukunftschancen: Nachhaltig Bauen als Gewerbebetriebe

Rund 40 Teilnehmende kamen in Neuenkirchen zusammen, um sich über nachhaltige Baukonzepte, aktuelle Vergabekriterien sowie Fördermöglichkeiten zu informieren. Besonders die praxisnahen Beispiele und die Möglichkeit zum direkten Dialog mit den Experten fanden großen Anklang. Organisiert wurde die Veranstaltung von der WESt und dem energieland 2050.

Nachhaltigkeit in Gewerbebetrieben – Chancen und Fördermöglichkeiten

Zu diesem Themenfeld kamen rund 85 Experten aus der Region zusammen, um sich über Klimarisiken für Unternehmensstandorte, nachhaltigen Neubau, Bauen im Bestand und Fördermöglichkeiten auszutauschen. Als inhaltliche Grundlage diente der Handlungsleitfaden des Projekts Logist.Plus, den Timo Beiermann von der WESt im Rahmen der Veranstaltung vorstellte. Aufbauend darauf wurden vertiefende Fachbeiträge, Fördermöglichkeiten und Praxisbeispiele präsentiert. Das Event fand in Kooperation mit der Goldbeck Nord GmbH und den Partnern des Logist.Plus Projektverbundes von Stadt und Landkreis Osnabrück statt.





















Expo Real - Fokus auf Logistik und nachhaltige Gewerbegebiete

Die EXPO REAL in München ist der Treffpunkt für nationale und internationale Akteure aus der Immobilien- und Baubranche. Auch in 2025 nahm die WESt für den Kreis Steinfurt als Partnerin auf dem Gemeinschafsstand Münsterland teil. Zum ersten Mal waren diesmal die Firmen Fiege und Gieseke GmbH aus dem Kreis Steinfurt mit dabei.

  • Bild: gfw Warendorf

Im Mittelpunkt standen die Themen Logistik, Gewerbeparks und nachhaltige Gewerbegebiete. Zudem stellte die WESt ausgewählte Gewerbeflächen aus den 24 Kommunen des Kreises Steinfurt vor – darunter unter anderem den I-NOVA Park in Ibbenbüren. Vor Ort nutzen Christian Holterhues und Sonja Raiber die Messe, um Kontakte zu knüpfen, Ideen auszutauschen und Impulse für die Weiterentwicklung der Region zu setzen.



GRIPS - Gründer- und Innovationspark Steinfurt

GRIPS III ist bis heute ein optimaler Standort für innovative Unternehmen und Start-ups, die die Nähe zur Fachhochschule nutzen möchten. Das Gebäude der WESt befindet sich direkt am Technologie-Campus der FH Münster in Steinfurt.

In 2025 gab es einen Mieterwechsel: Die durch die Kündigung der vebitosolution GmbH freigewordenen Räumlichkeiten wurden zum 01.03.2025 direkt neu vermietet. Aktuell ist GRIPS III zu 100 Prozent ausgelastet.

Folgende Maßnahmen wurden im vergangenen Jahr umgesetzt:

  • Wallboxen für E-Autos installiert
  • Fahrradladestation aufgebaut
  • PV-Anlage von der Energieland Kreis Steinfurt Bürgerenergiegenossenschaft eG in Betrieb genommen
  • Hausmeisterservice gestartet
  • Neues günstiges Glasfaserangebot über mit.data für alle Mieter

Bei Inbetriebnahme der PV Anlage auf dem Dach des GRIPS-Gebäudes: (v.l.) Reiner Nietiedt und Sven Kiesow (beide Energieland Kreis Steinfurt Bürgerenergiegenossenschaft eG) sowie Christian Holterhues

Durch die Kooperation mit der Energieland Kreis Steinfurt Bürgerenergiegenossenschaft haben wir unser Gebäude modernisiert, ohne dabei eigenes Geld in die Hand nehmen zu müssen. Wir freuen uns, nun von günstigem grünen Strom vom eigenen Dach profitieren zu können.

Sonja Raiber

Digitale Infrastruktur

Fit für die Zukunft:

Der Glasfaserausbau im Kreis Steinfurt ist seit Ende 2025 weitestgehend abgeschlossen. Das Ergebnis:

Unmittelbare Anschlussmöglichkeit für > 95 % aller Haushalte und Unternehmen im Kreis Steinfurt (Homes Passed Versorgung)

Zum Vergleich: Im Bundesdurchschnitt sind es 52,8 %, in ganz NRW 52 % (Stand: Juni 2025, Quelle: BREKO Marktanalyse)

Trotzdem bleiben weitere Fragen offen:

Was ist mit den letzten Prozent an unterversorgten Adressen? Wo liegen diese Adressen und wie kann man eine Versorgung möglichst effizient erreichen? Was passiert, wenn die alten Kupfernetze zukünftig abgeschaltet werden?

Diese und weitere Fragen zur digitalen Infrastruktur diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft auf der von der WESt organisierten Glasfaserkonferenz 2025 in Wettringen.

Innovative Lösungen für die letzten Versorgungslücken:

Um proaktiv die letzten Lücken zu schließen, führt der Kreis Steinfurt gemeinsam mit der syte GmbH aus Münster ein innovatives Pilotprojekt u. a. in Wettringen durch. Mittels künstlicher Intelligenz werden gezielt Nachverdichtungs- und Bebauungspotenziale im Kernort identifiziert und ortsgenau bestimmt.

Das Publikum zeigte großes Interessere an den Vorträgen von Ingmar Ebhardt (Breitbandkoordination Kreis Steinfurt), Anika Meisters (syte GmbH) und Prof. Dr. Stephan Breide (FH Südwestfalen).









Abschluss der letzten Förderprojekte, unter anderem:

Außenbereiche: Graue Flecken (<100 Mbit/s) in Emsdetten

Die Projektbeteiligten freuen sich über den erfolgreichen Abschluss des Glasfaserprojekts Emsdetten

In Emsdetten wurden in 2025 die letzten unterversorgten Gebiete ans Glasfasernetz angeschlossen. Die Gigabitkoordinatoren Ingmar Ebhardt und Anna Schulte übernahmen das Antragsverfahren für die Stadt Emsdetten.

Emsdetten ist somit die erste der vier großen Städte im Kreis, für die eine vollständige Glasfaserabdeckung erreicht ist.



Außenbereiche Weiße Flecken (< 30 Mbit/s):

Auch die letzten Projekte zur Versorgung der Weißen Flecken wurden abgeschlossen in:

- Neuenkirchen
- Laer
- Wettringen
- Ochtrup
- Altenberge
- Lotte
- Horstmar
- Steinfurt

Fertigstellung der FTTH-Versorgung in Gewerbegebieten

100 % Glasfaser in allen Gewerbegebieten im Kreis

Zum Ende des Jahres 2025 wurden die letzten geförderten Ausbaugebiete fertiggestellt: in den Gewerbegebieten der Gemeinden Altenberge, Lotte und Steinfurt. Zuvor war in 11 von 24 Kommunen im Kreisgebiet keine flächendeckende FTTB-Versorgung gegeben. Durch den "Sonderaufruf für Gewerbegebiete im Rahmen der Bundesbreitbandförderung" sind jetzt nach Anbieterangaben alle Gewerbegebiete im Kreis Steinfurt zu 100 % mit Glasfaser erschlossen.





Messprüfungen zur Glasfaserversorgung

Die WESt begleitete gemeinsam mit der Aconium GmbH einige Messprüfungen zur Glasfaserversorgung in mehreren Kommunen des Kreises Steinfurt, um die Qualität des Netzausbaus und die zweckentsprechende Verwendung der Fördermittel zu überprüfen.

Beteiligt waren die Netzbetreiber epcan GmbH, Muenet GmbH, Stadtwerke Emsdetten GmbH, Deutsche Glasfaser und Telekom Deutschland GmbH. An den Prüfungen nahmen Breitbandkoordinator Ingmar Ebhardt sowie sein Teamkollege Timo Beiermann teil, der die finanzielle Abwicklung der Projekte noch bis Jahresende unterstützte.



Die letzten großen Förderrunden:

Erfolgreiche Anträge für die dunkelgrauen Flecken (< 200 Mbit/s)

Es bleiben nicht mehr viele Bereiche, die man im Kreis Steinfurt erschließen kann. Für die Ausschreibung für die sogenannten dunkelgrauen Flecken hat der Kreis lediglich noch für fünf Kommunen einen Antrag gestellt:

  • Altenberge, Horstmar, Ochtrup: Kleinstlücken mit bis zu 14 Adressen, Ausbau durch Epcan / Muenet
  • Steinfurt: knapp 80 Adressen, Ausbau durch Deutsche Glasfaser
  • Greven: rd. 1.300 Adressen, die über die sog. Richtlinie "Gigabit 2.0" gefördert werden, Ausbau durch Deutsche Telekom
  • Bild: AdobeStock_103821981_cookiecutter



Administratives & Rückblick

Neben dem Abschluss der letzten Projekte der weißen und grauen Flecken stand 2025 ganz im Zeichen administrativer und abrechnungstechnischer Aufgaben, die sich auch in 2026 fortsetzen.

Ebenso wurde die Anschlussförderung für die Stelle "Koordinierung Digitale Infrastruktur NRW" bewilligt.



Gigabitkoordinator Ingmar Ebhardt



Highlight Kostensenkung:

Von den 21 bis Ende 2025 abgeschlossenen Förderprojekten konnten für 17 im vergangenen Jahr die Schlussrechnung gestellt werden. Die von Bund, Land und den beteiligten Kommunen bewilligten und somit eingeplanten Gesamtkosten betrugen für diese Projekte 112 Mio. €.

Durch die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten bei den Genehmigungen und die Nutzung der Ortskenntnisse lokaler Tiefbauunternehmen konnten die Kosten um rd. 12 % auf 98,6 Mio. € gesenkt werden.

Das konkrete Ergebnis:

13,4 Mio. €

Einsparung

Geld, das die öffentlichen Haushalte nicht mehr belastet.





Glasfaserausbau im Kreis Steinfurt - eine Erfolgsgeschichte

Seit 15 Jahren engagiert sich die Kreiswirtschaftsförderung erfolgreich für den Breitbandausbau in der Region. Durch gezieltes Einwerben von Fördermitteln des Bundes und des Landes und in einer engen Zusammenarbeit mit relevanten Partnerinnen und Partnern ist es gelungen, den Kreis Steinfurt nahezu flächendeckend mit leistungsfähigen Gigabit-Anschlüssen zu versorgen und so die digitale Zukunft der Region aktiv mitzugestalten. Heute gehört der Kreis im Bereich der Glasfaserversorgung deutschlandweit zur absoluten Spitzenklasse!

Die Gesamtkosten stellen sich wie folgt dar:

15 Mio €

Eigenanteil der Kommunen

und

154 Mio €

Fördermittel von Land und Bund



Eine ausführliche Bilanz über die Entwicklung in den letzten 15 Jahren finden Sie hier:



Wir haben unser Ziel - Glasfaservollversorgung von > 95 % aller Adressen im Kreis Steinfurt - schon damals offensiv vertreten und wurden von vielen Seiten wahlweise belächelt oder für verrückt erklärt.

Ingmar Ebhardt

Unser Erfolg basiert auf zwei Säulen:

  • Schaffung attraktiver Investitionsbedingungen für private Unternehmen und somit gezielte Stimulierung des eigenwirtschaftlichen Ausbaus
  • Akquise von Fördermitteln für den Ausbau in unwirtschaftlichen Gebieten

Wo immer es möglich war, haben wir auf Fördermittel verzichtet. Ca. 85 Prozent aller Adressen werden durch Privatinvestitionen ganz ohne Förderung versorgt.







Events | PR

Informieren und Vernetzen

Gezielte Kommunikation und Veranstaltungen machen wirtschaftliche Themen sichtbar, vernetzen Akteure und stärken die Wahrnehmung des Standorts.



111

Veranstaltungen mit



7.692

Teilnehmenden

hat die WESt insgesamt in 2025 angeboten. Damit sind die Zahlen im Vergleich zum Vorjahr (101 / 6.375) nochmals leicht gestiegen.

61 Events wurden online angeboten, 50 in Präsenz.

Neben eigenen Formaten werden viele Veranstaltungen gemeinsam mit Partnerinstitutionen durchgeführt. Dieses sind insbesondere die Wirtschaftsförderungsgesellschaften benachbarter Münsterlandkreise, Mittelstand-Digital Zentrum Lingen.Münster.Osnabrück, FH Münster, IHK Nord Westfalen, Wirtschaftsvereinigung Steinfurt e.V. (WVS), Kreishandwerkerschaft Steinfurt Warendorf, BVMW (Bundesverband mittelständischer Wirtschaft) und viele weitere Institutionen wie auch viele Schulen und die Kommunen des Kreises Steinfurt.

Ein ganz besonderer Dank gilt den Unternehmerinnen und Unternehmern im Kreis Steinfurt, bei denen die WESt Veranstaltungen vor Ort durchführen durfte. Mit beeindruckenden Best-Practice-Beispielen, Vorträgen, Betriebsbesichtigungen konnten sie viele wertvolle Impulse liefern.



Öffentlichkeitsarbeit

> 5.500

Follower über Social Media & Newsletter

Crossmedial informieren wir über aktuelle Veranstaltungen, Förderprogramme und unsere kostenfreien Beratungs- und Informationsangebote und stellen sicher, dass wichtige Entwicklungen in der Region wahrgenommen werden.

Schwerpunktmäßig nutzen wir folgende Kanäle

Katrin Herbers

  • Presse
  • Social Media (Linkedin, Instagram)
  • Monatlicher Newsletter
  • Magazin Wirtschaft Münsterland - Für den Kreis Steinfurt (Auflagenhöhe > 9.000 Druckexemplare)

Carolin Ludmann

Die Website der WESt sowie gezielte Mailingaktionen an Unternehmen tragen ebenso zur Verbreitung von wichtigen Informationen bei.





In 2025 startete der Prozess für den Relaunch der WESt-Homepage. Die neue Seite wurde im Frühjahr 2026 freigeschaltet.

Charlotte Stullich (r.) und Andrea Köning (l.) aus dem PR-Team

Das Jahr der Jubiläen

25 Jahre WESt mbH

Vor 25 Jahren haben wir den Grundstein gelegt für mehr Nähe zur Wirtschaft und größere Flexibilität. Aus dem Wirtschaftsförderungsamt wurde die Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft Steinfurt. Seit dem Jahre 2000 agieren wir als Tochtergesellschaft des Kreises Steinfurt in Form einer eigenständigen GmbH.

Ein Vierteljahrhundert voller Ideen, Begegnungen, Initiativen und Erfolge! Das Jubiläum 25 Jahre WESt haben wir daher zum Anlass genommen, beispielhaft diejenigen zu Wort kommen zu lassen, mit denen wir tagtäglich im Austausch sind: unsere Unternehmerinnen und Unternehmer im Kreis Steinfurt. Unter dem Motto „24 + 1“ haben wir in allen 24 Orten des Kreises Steinfurt ein Unternehmen besucht und gefragt:

„Was wünschen Sie sich für die Zukunft im Kreis Steinfurt“.

Das Ergebnis sind beeindruckende „24 + 1 Zeilen für die Zukunft“.









Alle Statements sowie Stimmen von langjährigen Wegbegleitern und eine kleine Zeitreise gibt es hier:

Jubiläums-Website



50 Jahre Kreis Steinfurt:

Beim Tag der offenen Tür der Kreisverwaltung Steinfurt öffnete auch die WESt die Türen ihrer Villa und verwandelte diese in ein Inno-Lab - eine digitale Ausstellung in Kooperation mit der FH Münster. Ein cooles Kinderprogramm zog zudem viele Familien an.





Die WESt

Die Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft Steinfurt ist eine 100 %ige Tochter der Beteiligungsgesellschaft des Kreises Steinfurt. Organe sind die Gesellschafterversammlung und die Geschäftsführung:

Vorsitzender der Gesellschafterversammlung: Dr. Martin Sommer

Stellvertretender Vorsitzender 2025: Matthias Himmelreich

Geschäftsführung: Christian Holterhues

Gesellschafter bis 08.12.2025

Mitglied | stellvertretende Person

Dr. Martin Sommer | Matthias Himmelreich

Hermann Berentelg | Detlev Viefhues

Rudolf Diekmann | Robert Everwand

Karl Kösters | Herbert Albers

Ewald Winter | Manfred Kleimeyer

Matthias Himmelreich | Gernod Gierschner

Gundula Grommé | Wilhelm Dierksen

Nils Kockmann | Wiltrud Kampling

Jan-Philip Zimmermann | Elke Schuchtmann-Fehmer

Hans-Jürgen Streich | Wiebke Reerink

Christoph Boll | Albert Üffing

Gesellschafter seit 09.12.2025

Mitglied | stellvertretende Person

Dr. Martin Sommer | Christian Termathe

Robert Everwand | Dr. André Böing

Karl Kösters | Wilfried Grunendahl

Lars Lammering | Annegret Raffel

Rudolf Diekmann | Reinhard Brüning

Markus Gerweler | Ralf Siemering

Gundula Grommé | Frank Sundermann

Kai Brehe | Mirko Bamming

Laura Grasler | Christine Bendschneider

Josua Kümper | Gerrit Bresch

Dr. Ekkehard Grützner | Albert Üffing



Gesellschafterversammlungen der WESt

Drei Gesellschafterversammlungen haben stattgefunden. In der letzten Sitzung am 29.10.2025 verabschiedeten Landrat Dr. Martin Sommer und Christian Holterhues die langjährigen Mitglieder:

  • Christoph Boll (UWG)
  • Ewald Winter (CDU)
  • Hans-Jürgen Streich (FDP)
  • Hermann Berentelg (CDU)
  • Nils Kockmann (Grüne)
  • Jan-Philip Zimmermann (Grüne)

Unser herzlicher Dank für das Engagement und die langjährig vertrauensvolle Mitarbeit als Gesellschafter der WESt!



Die WESt als Ausbildungsbetrieb

Bereits zum zweiten Mal bot die WESt jungen Müttern die Möglichkeit einer Teilzeitausbildung, d.h. mit einer reduzierten Arbeitszeit von 30 Stunden wöchentlich. Stefanie Krasniqi hat in 2025 erfolgreich ihre Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement abgeschlossen. Sie war bei der WESt in verschiedenen Bereichen eingesetzt und darüber hinaus auch in einzelnen Ämter der Kreisverwaltung Steinfurt.



„Ich schätze es sehr, dass ich mit diesem Teilzeit-Modell Beruf und Familie gut miteinander vereinbaren konnte.“

Stefanie Krasniqi (ehemalige Auszubildende bei der WESt)

Praktika bei der WESt

Das WESt-Team hat in 2025 drei Schülerpraktikanten, eine Studentin der Rechtswissenschaften sowie eine internationale Postgraduate-Praktikantin zur beruflichen Orientierung betreut. Alle fünf betonten, dass sie dank der guten Betreuung und der vielfältigen Einblicke bei der WESt viel auf aus dem jeweiligen Praktikum mitnehmen konnten.





Das Backoffice: Wichtige Schaltzentrale der WESt

Ohne sie geht gar nichts: Beim Admin-Team laufen alle administrativen und organisatorischen Fäden zusammen. Auch in diesen Bereichen wurden in 2025 zahlreiche neue Impulse gesetzt und Abläufe optimiert. Insbesondere die in 2025 geplante und in 2026 umgesetzte IT-Migration wie auch der anstehende Büroumzug nahmen viel Raum ein.



Anne Böttick (Assistenz), Anja Bülters (Personal) & Markus Rößing (Buchhaltung/Controlling)





Das Team der WESt am 31.12.2025:





Impressum

Herausgeber:

Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft Steinfurt mbH Carl-Benz-Str. 5 48565 Steinfurt www.westmbh.de



Verantwortlich für den Inhalt i.S.d. § 18 Abs. 2 MStV Christian Holterhues

Konzeption u. Redaktion: Andrea Köning, WESt mbH



Fotonachweis: am jeweiligen Bild sofern Quellenangabe erforderlich



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